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Masken tragen am Gleis (v.l.): Vize-Bürgermeister Christian Stangl, OB Erich Raff, Alex Dorow, Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, Klaus Dieter Josel und Mareike Schoppe (beide von der Deutschen Bahn) weihten den Bahnhof Buchenau ein

Fürstenfeldbruck

Bahnhof Buchenau ist jetzt barrierefrei

  • vonHans Kürzl
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Unzählige Gespräche und Ortstermine waren nötig. Es wurde geplant und dann mit viel Lärm gebaut. Doch was lange währt, ist endlich gut: Nach rund 15 Monaten Bauzeit ist der S-Bahnhof Buchenau nun barrierefrei.

Fürstenfeldbruck In Anwesenheit von Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Oberbürgermeister Erich Raff wurde der ausgebaute S-Bahnhof Buchenau offiziell in Betrieb genommen. „Es ist ein guter, ein besonderer Tag für die Stadt Fürstenfeldbruck“, sagte Raff. Der OB ist zufrieden, dass jahrelange Planung und Arbeit nun erfolgreich beendet worden seien. Die 17 Millionen Euro, die die Deutsche Bahn, der Freistaat Bayern und die Stadt investiert haben, seien gut angelegtes Geld. 7000 Fahrgäste täglich würden davon profitieren.

„Barrierefreiheit ist sehr wichtig, das hat auch etwas mit Familienfreundlichkeit zu tun“, sagte Schreyer. Sie nahm damit Bezug auf ihr früheres Amt als Sozialministerin, das sie bis vor knapp vier Monaten innegehabt hatte. Als Verkehrsministerin würdigte sie, dass nun rund zwei Drittel der S-Bahnhöfe im Großraum München uneingeschränkt zugänglich seien. Ziel müsse aber bleiben, alle Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten. Das erfordere weiter ein gutes Zusammenspiel mit Bund und Bahn.

Verlässliche Partner

Schreyer wies noch darauf hin, das letztendlich auch die Zustimmung zum Haushalt beigetragen habe, die Barrierefreiheit in der Buchenau herbeizuführen. Dies sei gleichzeitig gerade in Corona-Zeiten ein Zeichen an die Bauwirtschaft, dass Staat und Kommunen verlässliche Arbeitgeber seien.

Auf die Herausforderung für die Bahn als systemrelevanten Bestandteil und beim Thema Klimaschutz ging Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter in Bayern, ein. Er verwies in dem Zusammenhang zudem auf den zu Wochenbeginn unterzeichneten Schienenpakt. Josel dankte Anwohnern und Fahrgästen für die Geduld während der Bauzeit. Denn mehrfach hatte sich die Bahn mit Beschwerden wegen Lärmbelästigung auseinandersetzen müssen.

Das Ergebnis der Bauarbeiten an der S-Bahn fasste Mareike Schoppe, Leiterin Bahnhofsmanagement München, zusammen: Die Bahnsteige 1 und 2 wurden auf 96 Zentimeter erhöht, sodass man nun ebenerdig in die S-Bahn einsteigen kann. Gleiches gilt für den neuen Außenbahnsteig. Eine neue Personenunterführung mit Aufzügen ermöglicht den barrierefreien Zugang zu allen Bahnsteigen. Neben der Erneuerung von Beleuchtung und Sitzgelegenheiten gehörte außerdem eine 190 Meter hohe Lärmschutzwand südlich des Bahnhofs zu den Baumaßnahmen.

Doch ganz vollkommen ist der Buchenauer Bahnhof noch nicht. Die drei zusätzlichen Anzeigetafeln müssen nämlich erst noch auf Vordermann gebracht werden. „Bis zum Schuljahresbeginn sollte das doch machbar sein“, betonte OB Raff. Auch Verkehrsreferent Mirko Pötzsch, der bei dem Termin allerdings nicht vor Ort war, hatte dies immer wieder angemahnt.

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