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Ausgelassen tanzen die Besucher des Brucker Altstadtfestes auf der gesperrten Hauptstraße.

Die Innenstadt wird zur Partymeile

Altstadtfest: Feiern bis die Lichter ausgehen

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Altstadtfest in Fürstenfeldbruck, das verspricht ein ganzes Wochenende lang Feiern: Doch wann kommen die Besucher lieber in die Innenstadt? Bei warmem Sonnenschein tagsüber oder erst wenn die lauen Sommernächte beginnen?

Fürstenfeldbruck – Die Frage, ob tagsüber oder abends auf das Altstadtfest gehen, hätte sich in den letzten Jahren von alleine beantwortet, nämlich mit: Ist egal, es regnet so oder so. Aber heuer waren die Feierlichkeiten mal wieder richtig sonnenverwöhnt. Das hieß für die Besucher freie Auswahl bei der eigenen Programmgestaltung.

Es zeigt sich, dass bei diesem schönen Sommerwetter die Gäste eher den Abend bevorzugen. „Schauen Sie doch mal, die Lichter gehen an und es wird dunkel. Traumhaft!“, schwärmt zum Beispiel Gunda Mauch. Die 76-jährige Bruckerin hat sich am Freitagabend mit ihrem Mann Helmut neben dem Bücherl-Haus positioniert – so wie es die Eheleute seit 23 Jahren machen. „Wir stehen immer hier“, sagt Gunda Mauch. Direkt in der Mitte der Hauptstraße. Da hat man einen guten Blick auf die Leute die vorbeiflanieren und hört die Unterhaltungen. „Wir treffen hier immer unsere Kinder und Enkelkinder“, freut sich Gunda Mauch.

Gunda und Helmut Mauch genießen den lauen Sommerabend an ihrem Stammplatz.

Die Stimmung auf dem Altstadtfest ist abends gemütlicher

„Am Abend ist die Party immer besser“, bestätigt auch René Neubert (39), der mit seinen Freunden beim Hot Dog- und Kartoffelchips-Stand eine Stehtisch-Runde aufgemacht hat. Tagsüber ist es ihm eher zu heiß, wenn die Sonne dann untergegangen ist, sei die Stimmung viel gemütlicher. Neuberts Argumentation klingt nachvollziehbar: Am frühen Samstagnachmittag brennt die Sonne so heiß auf die Stadt, dass man es ohne Schutz fast nicht aushält. Da lässt es sich schlecht länger auf den Bierbänken sitzen, außer man bringt seinen persönlichen Sonnenschirm und genügend Eispacks zum Kühlen mit.

Wenn die Sonne untergegangen ist, wird es erst richtig gemütlich. Die Getränke tun dazu ihr übriges.

Am Abend, als die Sonne in Richtung Hasenheide abwandert und die Dämmerung aufkommt, wird es dagegen angenehmer. Eine leichte Jacke sollte man schon dabeihaben, aber trotzdem ist auch um Mitternacht noch Kurze-Hosen-Wetter.

Altstadtfest: „Bei 30 Grad kann man schlecht tanzen.“

Wenn es kühler ist, steigt auch der Elan zum Feiern. Ludwig Wipplinger (68) steht am frühen Abend vor der Rathaus-Bühne und hört sich die Band Flat Out an. Er ist extra aus der Pfalz zu Besuch gekommen, weil der Bandleader ein Bekannter von ihm ist. Das erste Mal Altstadtfest für Wipplinger. In der Heimat gibt es das Feiern unter freiem Himmel freilich auch: „Bei uns steigen fast jede Woche irgendwelche Wein- und Straßenfeste.“ Wipplinger findet, dass diese Partys im Sommer einfach „ein gewisses Flair haben“. Und noch etwas spricht für einen abendlichen Besuch: „Bei 30 Grad kann man schlecht tanzen. Je dunkler es wird, desto mehr machen die Leute mit.“

Das dezente Licht, das die Festbeleuchtung vermittelt, finden die meisten Gäste jedenfalls toll. Besonders an der Amper macht die schummrige Beleuchtung einen richtig stimmungsvollen Eindruck. Calvin Wex (20) und seine Freunde sitzen hier ein bisschen abseits des Festtreibens am Amperufer und genießen die Ruhe. Später gehen sie aber wahrscheinlich noch in die Innenstadt und mischen sich in die Menge, „abends ist einfach Unterhaltung geboten“, findet Wex. Solange, bis dann auch die letzten Lichter ausgehen.

Betrunken vom Altstadtfest gekommen - Polizei schnappt vier Autofahrer

Manche Feiernde hätten auf ihrem Nachhauseweg wohl besser ein Taxi genommen. Denn der Brucker Polizei sind gleich vier angetrunkene Fahrer ins Netz gegangen. Jetzt erwartet die vier ein Bußgeld von mindestens 500 Euro und ein Monat Fahrverbot.

Das war los im vergangenen Jahr auf dem Brucker Altstadtfest.

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