An der Ecke Julie-Mayr-/Philipp-Weiß-Straße sollen neue Wohnungen entstehen.
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An der Ecke Julie-Mayr-/Philipp-Weiß-Straße sollen neue Wohnungen entstehen.

Der Bauausschuss ist sich nicht einig

Stören neue Wohnungen das Volksfest?

  • Thomas Benedikt
    vonThomas Benedikt
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Weniger Stellplätze, mehr Platz für Wohnungen, ein verkehrsberuhigter Bereich und das alles hinter einem Tor. So sahen die Pläne des Bauamtes für die Julie-Mayr-Straße aus. Einige Stadträte fürchten aber um die Zukunft des Volksfests.

Fürstenfeldbruck – Das Konzept war nur deshalb erarbeitet worden, weil für die Ecke Julie-Mayr-/Philipp-Weiß-Straße eine private Bauanfrage vorliegt. Der Bauträger würde dort gerne zwei Häuser mit jeweils sechs Wohnungen entlang der Philipp-Weiß-Straße errichten. Bei dem Ortstermin wünschten sich einige Stadträte allerdings ein weitergreifendes Konzept für das Areal, wenn schon an dessen Eingangsbereich gebaut wird.

Folgte man dem Bauantrag, würde an der Zufahrt von der Philipp-Weiß- zur Julie-Mayr-Straße ein Tor entstehen. Dahinter ist am Straßenrand eine Allee geplant. Dadurch würden Parkplätze wegfallen. Außerdem würde der Volksfestplatz eine klare Begrenzung erhalten und so „mehr Struktur bekommen“, wie es Stadtplanerin Pia Brückner formulierte. Zur Marthabräustraße hin gäbe es am Volksfestplatz außerdem noch Freiflächen für zusätzliche Wohnungen. Dazu könnte die Straße zu einem verkehrsberuhigten Bereich werden.

Die Idee mit dem Tor, ist eine städtebauliche Katastrophe

Einigen Stadträten gingen diese Pläne allerdings zu weit. Viele von ihnen fürchten um die Zukunft des Volksfestes, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft Wohnungen errichtet werden. „Die Beschwerden der Anwohner sind vorprogrammiert“, prophezeite Hans Schilling (CSU) ebenso wie sein Parteikollege und Volksfestreferent Markus Droth. Mit entsprechenden Klauseln in den Mietverträgen könne man eine Lösung finden, meinte dagegen Christian Stangl (Grüne). Auch das Bauamt kam zu dem Ergebnis, dass es keine Probleme wegen des Lärmschutzes geben würde.

Ulrich Schmetz (SPD) störte sich an einer ganz anderen Sache: das Tor am Südende der Julie-Mayr-Straße. Was dabei geplant ist, sei weniger ein Tor, als vielmehr ein Schlupfloch kritisierte er. Als „mittlere städtebauliche Katastrophe“ empfand Schilling die Tor-Idee. Um das zu verhindern, empfahlen beide, den Neubau an der Ecke Philipp-Weiß-/Julie-Mayr-Straße längs zur Julie-Mayr- und nicht zur Philipp-Weiß-Straße auszurichten.

Parkdeck am Volksfestplatz soll endlich angegangen werden

Wie die wegfallenden Parkplätze kompensiert werden sollen, darüber herrschte weitgehend Einigkeit. Der Bau eines Parkdecks im süd-westlichen Bereich des Volksfestplatzes soll endlich angegangen werden. Die SPD hatte dazu bereits vor über 20 Jahren einen Antrag gestellt. Stadtplanerin Brückner schlug außerdem vor, gegen das Wildparken auf dem Volksfestplatz vorzugehen. Eine stringente Parkregelung würde dort schon viele neue Parkplätze schaffen.

Der Ausschuss einigte sich auf Folgendes: Die Wohngebäude im nördlichen Teil der Straße werden weiter geprüft. Im Abschnitt der Philipp-Weiß-Straße entlang der Grundschule soll ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen. Und der Bauträger an der Ecke Philipp-Weiß-/Julie-Mayer-Straße muss seine Pläne so anpassen, dass sich die Wohnbebauung entlang der Julie-Mayr-Straße ausrichtet.

Die Schule an der Philipp-Weiß-Straße hat jetzt mit einem Theaterstück ihren Namenspatron geehrt. Hier finden Sie die Hintergründe zur Namenspatronin der Julie-Mayr-Straße

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