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Die Teilnehmer der Diskussionsrunde sprachen über verschiedene Themen.

Sozialinitiative „Brucker Brücke“

Live-Debatte über Gedenk-Kultur

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Wie soll Gedenk-Kultur in Fürstenfeldbruck aussehen? Mit dieser Frage hat sich die Sozialinitiative „Brucker Brücke“ beschäftigt. Die Debatte, an der auch Vertreter der Stadt teilnahmen, wurde live im Internet gezeigt.

Fürstenfeldbruck – Die Geschichte der Stadt ist noch immer mit Makeln behaftet, findet die Initiative. Die ihrer Ansicht nach zu positive Darstellung des ehemaligen Militärflugplatzes und der Polizeischule sowie die Diskussionen um die Straßennamen seien Beispiele, bei denen die Stadt nachlegen könnte.

„Ich will, dass ständig diskutiert wird“, sagt Stadtchronist Klaus Ziegelmeier zum Thema Straßennamen. Wenn diese auch im Bewusstsein blieben, helfe das gegen das Vergessen. Straßennamen zu tilgen, sei der falsche Weg. SPD-Stadtrat Mirko Pötzsch ist da gänzlich anderer Meinung. „Durch Straßennamen wird man geehrt“, so der Sozialdemokrat.

Mit dem Gedenken müssen sich alle Generationen beschäftigen

Für den Historiker Sven Deppisch steht fest: „Man darf sich nicht an Symbolen ausrichten, so wichtig sie auch sind.“ Zeitzeugen, solange es sie gibt, seien wichtig. Mit dem Gedenken an die Geschichte müssten sich alle Generationen beschäftigen.

Im Rahmen der Debatte forderte die Initiative auch, Fürstenfeldbruck solle den weltweit handelnden Organisationen „ICAN“ und den „International Cities of Peace“ beitreten. Diese beschäftigen sich mit dem Verbot von Atomwaffen beziehungsweise der Unterstützung von Friedensinitiativen.

Stadt ist Mitglied bei „Mayors of Peace“

Inge Ammon, die sich auch für die Hiroshima-Gedenktage engagiert, kündigte während des einstündigen Livestreams an, dieses Anliegen in den Stadtrat tragen zu wollen. Dort solle dann einer der Kommunalpolitiker einen entsprechenden Antrag einbringen. In der Organisation „Mayors of Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) ist die Stadt Mitglied.

Mirko Pötzsch hat da genau hingehört. „Wenn es um Frieden und gegen Atomwaffen geht, kann es nicht genügend Initiativen geben“, sagt er. Er könne sich durchaus vorstellen, dass ein solcher Antrag eine Mehrheit finden könnte.

Schulen sind am Weltfriedenstag eingebunden

Der Oberbürgermeister reagiert da zurückhaltender. „Ich will nichts ablehnen“, betont Erich Raff. Aber es seien nur weitere Organisationen, die sich mit dem gleichen Thema befassen. Raff weist darauf hin, dass die Stadt das Thema sehr wohl in die Öffentlichkeit trage. Und am Weltfriedenstag seien die Schulen eingebunden.

Die mitdiskutierende Erzieherin Christine Dietzinger wünschte sich, dass die Schulen nicht Projekte organisieren, „sondern täglich am friedlichen Umgang arbeiten“. Und der Landsberger Rolf Bader von der Regionalgruppe „Ärzte für Verhütung des Atomkrieges“ weist darauf hin, dass der Freistaat die Achtung vor der Würde des Menschen als Bildungsziel nennt.

Neues aus Bruck: Fällt die Landwirtschaftsschule in Puch dieses Semester aus? Und wie ein Brucker am Bahnhof Puchheim im Kalten stehen gelassen wurde. 

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