Große Faschingsfans: Jonas und Linus sind mit ihrer Mama Yvonne Richter gekommen, um ihre Freunde bein Auftritt anzufeuern.
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Große Faschingsfans: Jonas und Linus sind mit ihrer Mama Yvonne Richter gekommen, um ihre Freu nde bein Auftritt anzufeuern.

Faschingstreiben im Brucker Westen

Ob Regen oder Sonnenschein, die Narren feiern

Ein wolkenverhangener Himmel und Sprühregen: Der Wettergott hat es nicht gut mit dem Faschingstreiben der Heimatgilde am Geschwister-Scholl-Platz gemeint. Trotzdem feierten die Brucker und ließen sich vom Wetter nicht die gute Laune verderben.

Fürstenfeldbruck– Das Programm war dabei vor allem auf die Kleinen ausgelegt. Neben dem Kinderschminken und der großen Tombola kam auch der Auftritt des Prinzenpaars, Prinz Max II. und Prinzessin Sonja I., gut an. Auf der Showbühne präsentierten Tanzgruppen aus Bruck und dem Umland ein vielseitiges Programm.

Die neunjährige Sammy Hermes aus Bruck ist Teil der Tanzgruppe „Minis“ der Heimatgilde und hatte am Vormittag ihren großen Auftritt. „Etwas aufgeregt war ich schon“, gibt die junge Tänzerin zu. Schließlich probte die Gruppe bereits seit Mai für diesen Tag. Doch die junge Faschingsliebhaberin trat nicht nur auf der Bühne als Tänzerin auf, auch den Rest des Tages verbrachte sie zusammen mit Mama Susi Hermes (31) in einem bunten Tanzkostüm im Einhorn-Stil. „Diese Tiere liebt sie einfach“, erzählt Hermes.

Trotz Regen ist die Stimmung beim Faschingstreiben gut

Auch die 31-Jährige ist nicht unverkleidet gekommen. „Hauptsache bunt muss es sein.“ Vom regnerischen Wetter ließ sich das Mutter-Tochter-Gespann nicht abschrecken: „Da lassen wir uns die Laune nicht vermiesen, das Wichtigste ist doch ein fröhliches Miteinander und gute Stimmung.“

Regen vermiest die Laune nicht, finden Einhorn Sammy und Mama Susi Hermes.

Zwischen den Aufführungen sorgte ein DJ für Stimmung, und mit Hilfe von Gummibärchen und Süßigkeiten wurden auch die jungen Zuschauer zum Mittanzen animiert. Zur Stärkung gab es Krapfen, Crêpes, Herzhaftes und für die Erwachsenen Glühwein oder Kaffee.

Echte Faschingsfans tragen jeden Tag ein Kostüm

Die Brüder Jonas (12) und Linus (10) sowie Mama Yvonne Richter überbrückten die Wartezeit zwischen den Aufführungen mit belegten Semmeln. Schließlich ist das Brüderpaar im Dino- und Bärenkostüm extra gekommen, um Schulfreunde beim Tanzen auf der Bühne anzufeuern. Die beiden sind echte Faschingsfans. „Ich war die ganze letzte Woche verkleidet in der Schule, zum Beispiel als Jedi Ritter oder als Wolperdinger“, erzählt der Siebtklässler Jonas. „Und ich mag vor allem die lustige Musik und die verschiedenen Kostüme“, ergänzt sein jüngerer Bruder Linus.

Immer Cowboy ist langweilig, sagen die Frösche Sabine und Hans Raab.

Mit der ganzen Familie feierten Sabine (58) und Hans Raab (62) am Geschwister-Scholl-Platz. Als Kostüm hatten sie zwei knallgrüne Froschanzüge angezogen. Bei der Auswahl der Verkleidung ging es dem Ehepaar allerdings nicht nur darum, etwas Warmes und Regensicheres zu finden, sondern vor allem darum, mal etwas anderes auszuprobieren. „Immer nur als Cowboy und Indianer zu kommen ist ja langweilig“, sagt Hans Raab und lacht. Obwohl er sich selbst nur als „durchschnittlichen Faschingsfan“ bezeichnet, wünscht er sich für die nächsten Jahre wieder mehr Kostümierungen, vor allem bei den Erwachsenen. „Und natürlich etwas Sonne“, fügt der Brucker hinzu. Und die ließ sich am Ende sogar noch blicken. 

von Nathalie Hradecky

Die Heimatgilde veranstaltete am Sonntag auch das Supergardetreffen im Stadtsaal. 

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