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Nach holprigem Start ging hier in Mammendorf im Juni die Freibadsaison richtig los. 

Das Wetter spielte nicht immer mit

Freibäder mussten 2019 kreativ sein

Auch wenn der Spätsommer derzeit Überstunden macht: Becken und Liegewiesen der Freibäder gleiten langsam in den Winterschlaf hinüber. In den Büros der zuständigen Verwaltungen wird nun Bilanz der vergangene Saison gezogen – sie enthält negative und positive Aspekte.

Landkreis – Ganz so heiß und trocken wie seine Vorgänger war der Sommer 2019 nicht. Was Landwirte, Förster und Naturfreunde aufatmen ließ, schlug in den Freibadkassen eher negativ zu Buche. Bei oft gerade am Wochenende wechselhaftem oder kühlem Wetter kamen nicht ganz so viele Gäste wie 2018. Diesem Trend gegensteuern konnten Freibäder, die besondere Aktionen anboten.

Ins Freibad Mammendorf kamen rund 80 000 Besucher. 7600 genossen ihre freien Tage auf dem Zeltplatz. „Der Sommer hat getäuscht, es war nicht unbedingt gutes Freibadwetter, und es hat immer wieder viel geregnet.“ Das sagt Walter Krautloher, stellvertretender Referatsleiter im Landratamt Fürstenfeldbruck. Die Behörde ist Betreiberin der Anlage. Sie zählte 2017 für das Freibad um die 86 000 Besucher, 2018 sogar rund 98 000.

Zum Beginn der Saison machte das Wetter den Freibädern einen Strich durch die Rechnung

Besonders das durchwachsene Wetter im Mai lief eher mau im Freizeitpark Mammendorf. Nur rund 20 000 Besucher kamen. „Unser stärkster Monat war der Juni mit ungefähr 33 000 Gästen“, so Krautloher. Besonders der Tag des Wettrutschens am 30. Juni kam gut an und lockte rund 4600 Rutschbegeisterte nach Mammendorf.

Die trotz des durchwachsenen Wetters noch recht hohen Besucherzahlen sind laut Krautloher der günstigen Familienkarte und den guten Parkmöglichkeiten zu verdanken. „Obwohl das keine Sensationszahlen sind, sind wir zufrieden“, fügt der stellvertretende Referatsleiter hinzu. Neuerungen oder Sanierungsarbeiten für die nächste Saison sind neben den standardmäßigen Säuberungsarbeiten erst einmal nicht geplant. Ein Thema in diesem Sommer im Mammendorfer Freibad war außerdem die geschlechtergerechte Satzung.

Der Mai machte es den Freibädern schwer

Auch im Freibad Maisach macht man das Wetter für die mittelmäßige Saison verantwortlich. Zählte man dort im Super-Sommer 2018 rund 55 000 bezahlte Eintrittskarten, kamen in diesem Jahr nur ungefähr 43 000 Badegäste. Hinzu kommen die Kinder unter sechs Jahren, die keinen Eintritt bezahlen, und 2000 verkaufte Saisonkarten. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.

Neben dem Monat Mai war auch der September mit nicht einmal 500 bezahlten Eintritten der besucherschwächste Monat. Stärkster Monat auch in Maisach – dank Hitzewelle – der Juni mit fast 20 000 Gästen. Trotz der niedrigen Zahlen, zeigt man sich im Rathaus zufrieden: Die Saison sei ja nicht ganz schlecht, sondern eben mittelmäßig gewesen.

Die Amperoase in Fürstenfeldbruck zog eine positive Bilanz

Zufriedener mit der diesjährigen Saison sind hingegen die Stadtwerke Fürstenfeldbruck. Insgesamt 96 400 Gäste besuchten im Sommer das Freigelände der von ihnen betriebenen Amperoase in der Kreisstadt. Das sind rund zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Bei den Stadtwerken erklärt man sich diesen Anstieg damit, dass die Saison auf vielfachen Wunsch der Badegäste um eine Woche verlängert wurde. Auch diverse Spezialangebote hätten ihren Anteil daran gehabt. Dazu zählten eine Eröffnungsparty mit DJ.

Zum beliebten Hundeschwimmen kamen heuer 129 Teilnehmer. Das Ferienprogramm „Schwimmen für Meerjungfrauen“ wurde auch sehr gut angenommen. Zum ersten Mal beteiligte sich die Amperoase zudem am „Tag des Schwimmens“. Gratis- Kurse für Kinder sollten die Dringlichkeit, Schwimmen zu lernen, besser ins Bewusstsein rücken.

Im Germeringer Freibad sorgte der Juni für Rekordzahlen

Trotz aller Bemühungen hat auch die Amperoase die Unregelmäßigkeiten des Wetters zu spüren bekommen. Der Juni war dort ebenfalls der stärkste, der Mai der schlechteste Monat.

Das Freibad Germering vermeldet für den Juni sogar Rekordzahlen. Laut Bäderleiter Gert Felder kamen in dem Monat 46 479 Besucher in die Anlage – die zweitbeste Zahl seit 1994. Nur im Jahrhundertsommer 2003 kamen mehr Erfrischungssuchende, nämlich 55 864. Doch nach dem furiosen Auftakt gingen die Besucherzahlen auch in Germering zurück: Im Juli wurden nur noch 28 826 Besucher gezählt. Auch der August blieb hinter den Erwartungen zurück.

Die dreiwöchige Verlängerung im September – das Hallenbad war wegen der Reparatur von Hagelschäden geschlossen – lockte trotz schönem Wetter kaum mehr Besucher ins Freibad. Die 100 000-Besucher-Marke wurde dennoch übersprungen.

von Nathalie Hradecky

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