Ob hoch oder breit: Beim Supergardetreffen der Heimatgilde nutzten die Gruppen die Bühne bis zum letzten Winkel aus. Für gute Stimmung im Stadtsaal von Fürstenfeld sorgten auch die Teenies der Heimatgilde.
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Ob hoch oder breit: Beim Supergardetreffen der Heimatgilde nutzten die Gruppen die Bühne bis zum letzten Winkel aus. Für gute Stimmung im Stadtsaal von Fürstenfeld sorgten auch die Teenies der Heimatgilde.

Supergardetreffen im Stadtsaal

Garden begeistern mit Pyramiden bis an die Decke

  • vonHans Kürzl
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Gute Unterhaltung bot das Supergardetreffen der Heimatgilde „Die Brucker“. Zwölf Showtanzgruppen sorgten gut vier Stunden lang für gute Laune unter den knapp 500 Zuschauern. Für ihre Tänze und Hebefiguren brauchten sie die komplette Bühne – auch in ihrer Höhe.

Fürstenfeldbruck Knapp 130 Kilometer war die Prinzengarde aus Dingolfing angereist, um ihr etwas düster klingendes Motto „Der Pakt, was ist Deine Seele wert?“ zu präsentierten. Dahinter verbarg sich ein Auftritt, der in Ausdruck und Akrobatik gleichermaßen auf hohem Niveau stand. Wie eine weitere Truppe nutzte die Garde die Bühne im Stadtsaal von Fürstenfeld in ihrer ganzen Breite und auch die ganze Raumhöhe. Für die Show gab es immer wieder Szenenapplaus und am Ende lang anhaltenden Beifall.

Ähnlich leidenschaftlich brachten „TanzGlanz“ aus dem schwäbischen Buxheim ihre Show auf die Bühne. Bis fast unter die Decke bauten die 36 Akteure die Hebefiguren, die bis auf eine Unsicherheit perfekt wirkten. Der eine Wackler machte den Auftritt nicht nur menschlich, er änderte auch nichts am lautstarken Applaus.

Garden passen sich den örtlichen Gegebenheiten an

„Man muss schon immer wieder etwas Neues bieten“, verriet Gildemeister Daniel Brando, der auf der Suche nach Neuentdeckungen immer wieder viele Kilometer unterwegs ist. „Die Mühe hat sich gelohnt“, freute sich Brando über den Zuspruch für die zwei auswärtigen Gruppen.

Hoch bis an die Decke baute die Prinzengarde Dingolfing ihre Pyramiden.

Auch mit den vier Gruppen der Heimatgilde – von den Minis bis hin zur großen Showtanzgruppe und den Brucker Gaudibuam – war Brando zufrieden. „Es ist schon etwas Besonderes in so einem Rahmen aufzutreten.“ Es mache durchaus einen Unterschied, in welcher Halle oder auf welcher Bühne man tanze, so der Gildemeister. „Wir sind aber flexibel“, betonte Brando. „Wenn wir wissen, dass es an einem Veranstaltungsort enger wird, fällt ein Element auch mal niedriger aus.“ Dann übe man das kurz vorher ein wenig.

Zu groß darf die Bühne aber auch nicht sein

Bereits ins Training eingebaut haben die Brucker Faschingsfreunde die verschiedenen räumlichen Gegebenheiten. „Wir proben immer wieder, wie wir die Auftritte auf verschieden großen Bühnen gestalten“, erklärte Vizepräsident Marco Gänßlen. So sei man gut vorbereitet.

Was zum Hingucken präsentierten die Mädels der Faschingsgilde Olching.

Mit der Bühne im Veranstaltungsforum ist auch der zweite Vizepräsident Andreas Fabisch gut Freund. „Das macht hier schon Spaß, man hat Bewegungsfreiheit und kann die Showelemente viel besser und freier austanzen.“ Nur noch größer sollte eine Bühne nach Meinung Fabischs nicht sein. Dann würde sich nämlich jede noch so große Gruppe irgendwann verlieren. Immerhin hatten die Faschingsfreunde nach dem Auftritt ihrer Gruppe keinen Stress mehr mit weiteren Terminen, die ansonsten gut durchgetaktet sind. So konnten sie den Abend beim Gardetreffen gemütlich ausklingen lassen.

Rathausschlüssel ist wieder in städtischer Hand

Am Rosenmontag stärken sich traditionell die Prinzenpaare beim Weißwurstessen der Stadt für den heißen Endspurt. Zudem geben die Hoheiten den Rathausschlüssel zurück. „Ihr habt die Stadtkasse nicht geplündert, das ist gut“, scherzte Vize-Bürgermeister Christian Götz, der den skifahrenden OB Erich Raff vertrat. Für den anstehenden Endspurt wünschte er den Vertretern von Heimatgilde und Faschingsfreunden viel Kraft. 

Die närrischen Hoheiten (v.l.) Prinz Max II., Prinzessin Sonja I., Prinzessin Angelina I. und Prinz Thomas II. gaben Vize-Bürgermeister Christian Götz den Rathausschlüssel.

Beim Essen ließ sich Götz von den vielen Auftritten der Garden und Hoheiten – teils bei grandiosem Wetter im Freien –, und den Anfahrten im Reisebus berichten. Und er gab zu: „Am Rosenmontag ist es das einzige Mal, dass ich Weißwürste esse.“

Das war im vergangenen Jahr los auf dem Supergardetreffen. Einige Tage vor dem Supergardetreffen zeigten die Frauen, wie man anständig Fasching feiert - beim Weiberfasching.

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