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Am Brucker Fliegerhorst

Großeinsatz nach Tumulten in Asyl-Unterkunft: Mutmaßlicher Rädelsführer in U-Haft

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Die Polizei ist am Freitagabend zu einem Einsatz am Brucker Fliegerhorst ausgerückt. Die Beamten suchten nach Rädelsführern der Tumulte vom Dienstag. Offenbar erfolgreich.

Update 22. Oktober 2018, 15.55 Uhr: Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilt, wurde am Freitag ein 27-jähriger Nigerianer festgenommen. Ihm wird Landfriedensbruch vorgeworfen und er befindet sich in U-Haft. Auch ein 25-Jähriger sowie ein 26-Jähriger wurden in polizeiliche Gewahrsam genommen, auch gegen sie wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruches ermittelt. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden sie wieder entlassen.

Die Ehefrau des 25-jährigen wollte verhindern, dass ihr Mann mit zur Polizei musste. Gegen sie wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Am Gesamteinsatz unter Führung der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck waren über hundert Einsatzkräfte beteiligt, darunter Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei München und Dachau.

Gezielter Polizei-Großeinsatz in Asyl-Unterkunft - Suche nach Rädelsführern

Fürstenfeldbruck - Am Dienstagabend war es zu den wohl schwersten Auseinandersetzungen in der Fürstenfeldbrucker Dependance zum Manchinger Ankerzentrum überhaupt gekommen. Wenige Tage darauf nun rückte die Polizei erneut an. Diesmal aber nicht, weil es wieder Tumulte gegeben hätte. Sondern weil es galt, diejenigen in der Unterkunft zu finden, denen unter anderem Landfriedensbruch infolge der Vorkommnisse vom Dienstag vorgeworfen wird.

Erklärung der Polizei und der Staatsanwaltschaft

Wie aus der gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Montagnachmittag zur Aktion vom Freitag hervorgeht, wurde ein 27-jähriger Nigerianer festgenommen, der des Landfriedensbruchs dringend verdächtigt werde. Der Mann wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Haftbefehl erließ und Untersuchungshaft anordnete. Wie außerdem berichtet wird, wurden zwei weitere 25 und 26 Jahre alte Männer zur Vernehmung und Identitätsfeststellung in Gewahrsam genommen. Auch gegen sie werde wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch ermittelt. Die beiden wurden dann wieder entlassen und nach Tagblatt-Informationen in andere Unterkünfte gebracht. Die Ehefrau des 25-Jährigen leistete Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Daher werde nun auch gegen sie ermittelt. Am Gesamteinsatz, der offiziell „Behördliche Begehung“ genannt wird, seien über 100 Einsatzkräfte beteiligt gewesen, heißt es im Bericht. 

Bei den Auseinandersetzungen am Dienstag hatten rund sich 100 Bewohner der Aufnahmeeinrichtung zusammengerottet, um eine Gewahrsamnahme zu verhindern. Die Polizei spricht von tumultartigen aggressiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Sicherheitsdienst und Geflüchteten. Die Einsatzkräfte seien mit Mülltonnen und anderen Gegenständen beworfen worden. Die Wache des Sicherheitsdienstes sei aber mit starken Polizeikräften vor einer Erstürmung geschützt worden. Im Hintergrund steht nach Tagblatt-Information auch die faktisch bereits geschehene Bildung von nigerianischen Bandenstrukturen in der Unterkunft. Auch Geflüchtete leiden darunter.

st

Lesen Sie auch: Die Münchner Polizei suchte mit Hilfe der Bevölkerung zwei Schläger. Eines der Opfer fotografierte seinen Peiniger - offenbar mit Erfolg: Inzwischen wurden zwei Männer ausfindig gemacht. 

Ebenfalls interessant: Schleierfahnder stoppten ein Auto mit rumänischem Kennzeichen am Irschenberg. Über den Inhalt staunten die Beamten nicht schlecht - und nahmen die Fahrer sofort fest.

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