Die Bundeswehr verlässt wohl erst 2026 das Fliegerhorst-Gelände.

Trotz verzögerten Bundeswehr-Abzugs

Wettbewerb der Ideen für Fursty

  • Thomas Benedikt
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Der Zweckverband für die Konversion des Fliegerhorsts ist zwar vorerst vom Tisch, die Planungen für das Areal sollen trotzdem weitergehen. Dazu hat der Stadtrat jetzt einen Ideenwettbewerb auf den Weg gebracht.

Fürstenfeldbruck – Auch wenn die Bundeswehr verkündet hat, erst 2026 anstatt wie lange geplant 2023 den Fliegerhorst zu verlassen, an Arbeit mangelt es der Konversionsbeauftragten Nadja Kripgans-Noisser bis dahin nicht. Das erklärte sie im Stadtrat. Sie drängte deshalb darauf, mit den Planungen für das Areal zügig voranzuschreiten und zwar in Form eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs.

Ursprünglich wollte die Bundeswehr schon 2018 abziehen

Doch nicht alle Stadträte teilten Kripgans-Noissers Auffassung, dass Eile geboten sei. „Bis die Bundeswehr tatsächlich draußen ist, könnte der Wettbewerb zehn oder 20 Jahre alt sein“, meinte Klaus Wollenberg (FDP). Ob sich die Bundeswehr an das jetzt gesteckte Abzugsdatum halten wird, erscheint ihm nach dem bisherigen Verlauf zumindest fraglich. „Ursprünglich wollten sie 2018 schon abziehen.“

Der FDP-Stadtrat warnte außerdem vor Alleingängen der Stadt Fürstenfeldbruck und forderte sowohl eine stärkere Einbeziehung der Bürger in die Planungen als auch eine Zusammenarbeit mit den ebenfalls an der Konversionsfläche beteiligten Kommunen. „Man sollte zunächst zusammenkommen, bevor man anderen die Leitlinien aufdrückt.“ Unterstützung erhielt er von Jens Streifeneder (BBV). Für ihn steht fest: „Es geht nur mit einem Zweckverband.“ Und bevor der festgezurrt ist, sollte man die Nachbargemeinden nicht vor vollendete Tatsachen stellen, so der BBV-Mann.

Ideenwettbewerb ja - aber nur im Austausch mit den Nachbarkommunen

Davon könne keine Rede sein, fand dagegen OB Erich Raff. Der Ideenwettbewerb sei „nix fixes“. Die Ergebnisse seien viel mehr Vorschläge und Anregungen. „Auch Maisach macht sich Gedanken“, gab der OB zu Bedenken. Philipp Heimerl (SPD) und Christian Stangl (Grüne) sprachen sich ebenfalls für den Ideen-Wettbewerb aus. Erst sollte man sich über die Inhalte einig sein, bevor man über die Form der Zusammenarbeit diskutierte, argumentierte Stangl. „Man sollte mit einer konkreten Idee vorangehen“, fand auch Heimerl.

Am Ende einigte sich das Gremium auf einen Kompromissvorschlag von Andreas Lohde (CSU). Der Ideenwettbewerb soll wie vorgeschlagen in die Wege geleitet werden. Allerdings unter der Bedingung, dass dieser im Austausch mit den Nachbarkommunen vonstatten geht. Es soll ein Signal an die anderen Gemeinden sein, dass die Stadt weiter an einer Zusammenarbeit mit ihnen interessiert ist, aus der vielleicht doch noch ein Zweckverband entsteht.

Hier finden Sie einen Überblicks-Artikel über die Geschichte und Zukunft des Fliegerhorst-Areals. 

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