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Etwa 187 000 Patienten werden heuer stationär in Klimikum Fürstenfeldbruck behandelt.

Mehr Patienten bleiben kürzer

Klinik hofft auf schwarze Null

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Das Jahr 2018 war für die Kreisklinik Fürstenfeldbruck eigentlich ganz erfolgreich – nur ein Computer-Virus verhagelte die Bilanz. Der positive Trend hält an. Gedämpft wird er von argen Personalsorgen.

Fürstenfeldbruck – Fast auf den Tag genau vor einem Jahr zeigte sich Klinikvorstand Alfons Groitl bei seiner Präsentation im Kreistag noch optimistisch, 2018 mit einem Gewinn abzuschließen. Knapp einen Monat später legte ein Computervirus große Teile des Klinikums lahm. Die Nachwirkungen konnten jetzt die Kreisräte im Bericht zur wirtschaftlichen Lage sehen. Am Jahresende stand ein Minus von 145 000 Euro in der Bilanz. Dieses Jahr erwartet man aber wieder ein kleines Plus, beziehungsweise eine schwarze Null.

Betten mussten geschlossen werden

Die zweite Negativnachricht für den Kreistag, die Groitl zu vermelden hatte, war der immer noch akute Pflegekräftemangel. „Wir mussten teils Betten sperren, weil uns das Personal fehlte“, erklärte der Vorstand. Im Schnitt waren zehn bis zwölf Pflegestellen nicht besetzt.

Um neue Mitarbeiter zu gewinnen setzt das Klinikum ganz stark auf eigenen Nachwuchs. „Ausbilden, ausbilden, ausbilden“, ist die Devise, die Groitl gleich zweimal wiederholte. Man sei stark auf Messen präsent, um unter anderem medizinische Fachangestellte (MFA) und Krankenpfleger nach Bruck zu locken.

Pflegekräfte aus dem Ausland müssen den Mangel ausgleichen

Die Klinik bildet in acht verschiedenen Bereichen aus. „Das wird aber nicht reichen, um alle offenen Stellen zu besetzen“, sagte der Vorstand. Deshalb sehe man sich auch im Ausland um. Pflegekräfte aus dem Kosovo, Albanien und den Philippinen stehen im Fokus. Bei der Vermittlung hilft auch die Dekra. Sie unterstützt Balkanländer dabei deutsche Verhältnisse bei der Ausbildung der Fachkräfte zu erreichen.

„Wir würden auch lieber Mitarbeiter aus der Umgebung einstellen“, ergänzte Groitl. „Aber es bewirbt sich keiner.“ Und das obwohl die Klinik viele Weiterbildungsmöglichkeiten etwa in Bereichen Anästhesie und OP anbiete. Die Angestelltenzahl Klinikums mit dem Seniorenheim in Jesenwang sei aber in den vergangen Jahren konstant geblieben. Etwa 1000 Mitarbeiter arbeiten in beiden Einrichtungen. „Positiv ist, dass sich die Zahl der Ärzte konstant erhöht hat.“

Patientenzahlen nehmen zu

2,4 Millionen Euro wurden 2018 in die Klinik investiert. Auch 2019 wurden zwei große Anschaffungen getätigt: ein Angiografiegerät im Wert von rund 500 000 Euro und ein Mammografiegerät für 170 000 Euro.

2018 wurden rund 200 Patienten mehr stationär behandelt als im Vorjahr. 2019 rechnet man mit 18 700 Patienten. Dabei beträgt die durchschnittliche Verweildauer im Klinikum 5,1 Tage, 2018 waren es 5,3 Tagen.

Hier finden Sie den Bericht aus dem Vorjahr.

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