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Musik dient der Brucker Künstlerin Lisa Haselbauer als Inspiration für ihre Porträts. Sie hängen in der ganzen Aumühle verteilt. 

Ausstellung „Fundstücke“ in der Stadtbibliothek

Ihre Gesichter zeigen Charakter

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Die junge Künstlerin Lisa Haselbauer zeigt mit ihrer Ausstellung „Fundstücke“ in der Stadtbibliothek Aumühle eine erstaunliche Porträtreihe. Sie hat die Gesichter von Menschen bunt bemalt, um Facetten der Persönlichkeit sichtbar zu machen.

Fürstenfeldbruck„Fundstücke“ heißt die Serie – ein Titel, der in doppelter Hinsicht passt. Zum einen geht es in den auf Leinwand gezogenen Porträtfotos der 27-Jährigen um Eigenschaften, die sie in ihren Modellen entdeckt hat. Zum anderen sind die zehn Kunstwerke selbst Fundstücke, auf die man beim Stöbern in den Bücherregalen zufällig stößt.

Beate Lehr vom Aumühlen-Team war gleich begeistert von der Idee, statt eines gesonderten Ausstellungsraumes die gesamte Bibliothek als Entdeckungsort zu nutzen. Zuvor hatte sie Lisa Haselbauer nicht als Künstlerin gekannt, sondern lediglich als „absolut sympathische Stammkundin“, die sich in der Aumühle schon als Schulkind mit Lesestoff versorgte.

Für Lisa Haselbauer gehört Musik und Malen zusammen

Zur Ausstellungseröffnung konnten die Besucher des Lese-Cafés live miterleben, wie Haselbauer ein Gesicht bemalte. Zur Verfügung gestellt hatte sich ein Kollege aus der Theaterwelt – die Bruckerin studiert Theaterwissenschaften in München und arbeitet nebenbei als Ankleiderin am Gärtnerplatztheater. Bevor Haselbauer den ersten Pinsel in die Schminkfarbe taucht, verschwindet sie unter Kopfhörern. Musik gehört für sie beim Malen dazu. „Was ich höre, ist für mich eine zusätzliche Inspirationsquelle.“ Welches Lied sie ihrem Gegenüber zuordnet, bleibt zunächst ein Geheimnis. Später aber tragen die Bilder den Titel des jeweiligen Songs.

In Peters Gesicht sind nach wenigen Sekunden starke schwarze Striche zu sehen. Dann kommen Farben hinzu – Blautöne für die rechte Gesichtshälfte, warmes Rot und Orange auf der linken Seite. Nicht immer gibt es eine solch klare Trennung. Manches Gesicht in Haselbauers Bildern erscheint in einem wilden Farbmix, andere präsentieren sich sanft und harmonisch in verschiedenen Tönen einer einzigen Farbe. „Es geht um das gewissen Etwas, das ich herausholen und zeigen will“, sagt die Künstlerin. Was genau das im Einzelfall ist, kann und soll jeder Betrachter für sich interpretieren.

Beim Theater wurde ihre Faszination für das Gesicht geweckt

Entdeckt hat Lisa Haselbauer ihre Faszination für das Gesicht als „Leinwand und Ort des persönlichen Ausdrucks jenseits der Mimik“ vor ein paar Jahren, als sie in einem Freilicht-Jugendtheater arbeitete. Das Team war so klein, dass jeder alles machen musste. Und so kam die eigentlich für die Kostüme zuständige Bruckerin zum Maskenbild. „Da ist mir erst bewusst geworden, wie vielfältig so ein Gesicht ist – auch wenn das, was dort zu sehen ist, natürlich niemals die ganze Persönlichkeit ausdrückt.“

Die Ausstellung „Fundstücke“ ist noch bis zum 30. August während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen (Montag, 14 bis 20 Uhr, Dienstag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr, Samstag, 3. August, 10 bis 13 Uhr).

Auch auf den Naturfototagen im Veranstaltungsforum Fürstenfeld werden wieder viele Bilder die Zuschauer anlocken.

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