Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen

Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen
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Rund 200 Pferde, geschmückte Truhen- und Motivwägen und ein Ochsengespann zogen bei der Leonhardifahrt durch Brucks Mitte. Die zahlreichen Zuschauer drängten sich bei dem schönen Wetter an die Absperrungen.

Traditionsumzug im Herzen Brucks

Leonhardifahrt wird zum Sonnen-Spektakel

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Hufgetrappel und Spielmannsmusik dröhnte am Wochenende wieder über Brucks Hauptstraße. Für die Leonhardifahrt wurden Truhen- und Motivwägen herausgeputzt und Uniformen gestärkt. Dazu wärmten die Sonnenstrahlen die Zuschauer des Traditionsumzugs.

Fürstenfeldbruck – Ein prächtiger Tag, eine prächtige Veranstaltung: Als wollte Petrus nach der verregneten Leonhardifahrt des vergangenen Jahres Wiedergutmachung leisten, schickte er diesmal strahlende Sonne und nahezu sommerliche Temperaturen. So wurde die größte Brucker Brauchtumsveranstaltung zu einem rundum gelungenen Spektakel, an dem Teilnehmer und Besucher sichtlich Freude hatten.

Viele Besucher beim Votivamt vor der Leonhardikirche

„Der Bürgermeister und ich haben beschlossen, dass wir das Wetter vom letzten Jahr nicht wieder bestellen“, scherzte Stadtpfarrer Otto Gäng zum Abschluss des Votivamts, das vor dem Beginn des Festzugs auf dem Platz vor der Leonhardikirche stattfand. War der Gottesdienst im vergangenen Jahr wegen des Regens und aus Mangel an Teilnehmern in die kleine Kirche verlegt worden, versammelte sich heuer bei strahlendem Sonnenschein eine durchaus ansehnliche Anzahl an Gläubigen vor dem Podium mit dem Freiluftaltar.

Pfarrvikar Manuel Kleinhans, der gemeinsam mit Gäng die Messe zelebrierte, erinnerte daran, was der heilige Leonhard außer dem Schutzpatron für Pferde und Vieh auch noch ist – „ein Befreier ohne Waffen“. Darstellungen zeigen den Heiligen mit gelösten Ketten in der Hand – Ketten, die es im übertragenen Sinne auch heute noch gibt, so Kleinhans. Dazu zählte er Traurigkeit und Sprachlosigkeit, Stress und Langeweile. „Trauen wir unserem Glauben zu, dass er diese Ketten sprengen kann?“

Leonhardifahrt: Reitergruppen und Kutschen präsentieren sich in der Innenstadt

Derweil tat man entlang der Hauptstraße gut daran, sich frühzeitig einen Platz gleich hinter den Absperrungen zu sichern, denn es wurde voll. Dicht gedrängt erwartete die Menge den Festumzug, der sich pünktlich um 14.30 Uhr aus Richtung Münchner Straße in Bewegung setzte. An der Spitze marschierte der Fanfarenzug Graf Toerring Gernlinden, gefolgt von aufwendig hergerichteten Truhen- und Motivwägen, zahlreichen Kutschen und Reitergruppen sowie weiteren Kapellen. Insgesamt nahmen rund 200 prächtig geschmückte Pferde an der Leonhardifahrt teil. Sie verkörperten genau das, was Kleinhans ihnen zuvor in seiner Predigt bescheinigt hatte – Eleganz und Schönheit. „Was fasziniert uns so an Pferden? Sie sind ein Bild für Kraft und Energie.“

Beides war auch notwendig, um in Zweier- und Vierergespannen die Wägen mit Stadtprominenz und Vereinsabordnungen durch die Innenstadt zu ziehen. Einige der Rösser hatten eine weite Anreisen hinter sich gebracht. Rudolf Erdle war mit seinen beiden Rappen samt einem eleganten Landauer aus Dinkelscherben nach Bruck gekommen. Josef Steinle und Stefan Erhart hatten jeweils zwei Süddeutsche Kaltblüter aus Dießen am Ammersee und dem Allgäu mitgebracht. Untereinander kannten sich die Pferdeduos nicht. „Auf die Weide dürft’ man sie nicht zusammen lassen“, erzählten die beiden Besitzer schmunzelnd. Doch im Geschirr vor dem Wagen des Historienspielvereins gab es keinen Streit – die Rösser zeigten sich als echte Profis. „Ihnen ist klar, dass sie jetzt arbeiten müssen.“

Auch der Karren vom Ochsen-Toni ist bei der Leonhardifahrt dabei

Profis im Festumzugsbetrieb sind auch Fritzl und Franzl. Die beiden Ochsen zogen den Wagen des Edigna-Vereins aus Puch. „Das hier ist dieses Jahr ungefähr ihr 20. Umzug“, berichtete der als Ochsen-Toni bayernweit bekannte Anton Westermeier aus Pfettrach bei Landshut. Vom Kaltenberger Ritterturnier bis zum Oktoberfest haben seine Rindviecher schon alles gesehen und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Lediglich auf dem allerletzten Abschnitt der Leonhardifahrt hatten die beiden Kolosse genug vom gemessenen Schritt und legten einen Zahn zu. „Sie wissen, dass es jetzt nach Hause geht.“

So lief die Leonhardifahrt im vergangen Jahr ab.

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