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Wohnungen statt Trafo-Gebäude: Durch einen Neubau wird der Straßenraum deutlich verengt.

Stadt will neue Wohnungen bauen

Kehrtwende an der Julie-Mayr-Straße

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Zurück auf Anfang: Nach der Intervention des Oberbürgermeisters im Stadtrat stimmt der Planungsausschuss nun doch dafür, dass die Stadt an der Julie-Mayr-Straße auch selbst neue Wohnungen baut.

Fürstenfeldbruck – Noch ist der Volksfestplatz an den meisten Tagen des Jahres eine Kies- und Asphaltwüste. Langfristig aber soll diese zentrale Freifläche ihr Antlitz wandeln. Zumindest in kleinen Teilen soll ihr neuer Wohnraum abgerungen werden, und eines Tages wird sie vielleicht sogar großflächig überbaut. Entsprechende Entwürfe und Konzepte kamen immer wieder mal auf den Tisch. Diese zukünftigen Pläne im Hinterkopf, beschäftigen sich Stadtrat, Planungsausschuss und Bauamt nun seit fast einem Jahr intensiv mit einem vergleichsweise kleinen Bauvorhaben am äußersten Rand des Areals.

In dieser Woche behandelte der Planungsausschuss erneut die Voranfrage eines privaten Bauherren für ein neues Wohnhaus an der Einmündung der Julie-Mayr-Straße in die Philipp-Weiß-Straße – und vollzog dabei eine Kehrtwende. Die Stadt soll an dieser Stelle nun doch auch selbst Wohnungen errichten. Dafür wird der Straßenraum deutlich verengt.

Ein städtebaulich attraktiver Zugang zum Volksfestplatz

Erstmals beriet der Ausschuss im November 2018 über die Anfrage des privaten Bauwerbers, der an der Philipp-Weiß-Straße Wohnungen bauen will. Seine ursprünglichen Pläne waren so gestaltet, dass die Stadt direkt anschließend – auf dem städtischen Grundstück, auf dem heute ein Trafohäuschen der Stadtwerke steht – ein weiteres Wohngebäude hätte errichten können. Abgesehen von kleineren gestalterischen Fragen befürwortete das Bauamt diese Idee. An der Julie-Mayr-Straße entstünde so ein städtebaulich attraktiver Zugang zum Volksfestplatz mit einer Torsituation. Doch vielen Ausschussmitgliedern gefiel das nicht. Zu schmal würde die Straße dadurch werden. Einige bezweifelten auch die Wohnqualität in den geplanten Häusern.

In der Folge verlangte eine Mehrheit, dass der Bauwerber sein Gebäude weiter nördlich, parallel zur Julie-Mayr-Straße platzieren solle. Das Trafohäuschen sollte nicht durch ein weiteres Wohngebäude, sondern durch eine Grünfläche ersetzt werden. Doch dann überzeugte Oberbürgermeister Erich Raff im September den Stadtrat, den Beschluss zu kassieren, mit dem Argument, dass die Wohnungen, die die Stadt an Stelle des Trafohäuschens bauen könnte, einen Wert von 770 000 Euro hätten.

Die Julie-Mayr-Straße wird enger

Bei den neuerlichen Beratungen in dieser Woche schwenkte nun auch im Planungsausschuss eine Mehrheit auf diese Linie ein, stellte dem Bauwerber eine Baugenehmigung in Aussicht, falls er seine Pläne in Details überarbeite, und erteilte der Bauverwaltung den Auftrag, ihre Ideen weiter zu vertiefen. Die jüngsten Entwürfe der Verwaltung sehen dabei sogar noch mehr Raum für ein städtisches Wohngebäude vor als der ursprüngliche Vorschlag des Bauwerbers. Der Straßenraum der Julie-Mayr-Straße wäre damit sogar nur 13 statt 18 Meter breit.

Wie der schmalere Straßenraum gestaltet werden könnte, soll die Verwaltung nun prüfen. Nördlich des geplanten Wohngebäudes der Stadt sollen die heute vorhandenen Querparkplätze verschwinden. Sie sollen teilweise einem kleinen Platz mit Bäumen und Bänken und weiter im Norden weiteren Wohngebäuden weichen.

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