Schreckliches Zug-Unglück: Großeinsatz läuft - wohl mindestens ein Todesopfer

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Die Lkw sollen aus der Stadt Fürstenfeldbruck verschwinden.
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Die Lkw sollen aus der Stadt Fürstenfeldbruck verschwinden.

Antrag an die Regierung Oberbayern

Der Stadtrat ist sich einig: Lkw sollen aus der Stadt verbannt werden - Staatsstraße wird verlegt

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Schwerlastverkehr und landwirtschaftliche Maschinen mitten in Bruck: Die Route der Staatsstraße 2054 ist den Bürgern seit Langem ein Dorn im Auge. Doch nun ist ein Ende in Sicht. Die Stadt beantragt die Verlegung auf Neulindacher Spange und B 471.

  • Der Schwerlastverkehr und die landwirtschaftlichen Maschinen sollen aus der Stadt raus.
  • Die Staatsstraße 2054 soll deshalb herabgestuft werden.
  • Die Alternativroute führt über die Neulindacher Spange.

Fürstenfeldbruck – Derzeit rollen die Laster und im Sommer auch Mähdrescher über die Landsberger-, Schöngeisinger-, Holzhof- und Hauptstraße. Die Anwohner klagen über Lärm und ein hohes Verkehrsaufkommen. Daher versucht die Stadt seit Längerem, die Staatsstraße 2054 zwischen B 2 und B 471 zu verlegen. Auch bei der Bürgerversammlung im März 2019 wurde dies beantragt. Denn mit dem Bau der Neulindacher Spange – sie verläuft zwischen dem Kreisel an der B 2-Ausfahrt am Pucher Meer und dem Kreisel an der Maisacher Straße – gibt es eine Alternativ-Route. Daher hat der Stadtrat bereits vor einem Jahr beschlossen, die Staatsstraße zu verlegen. Das Innenministerium signalisierte grünes Licht. Allerdings müsse die Stadt noch einen Antrag bei der Regierung von Oberbayern stellen.

Staatsstraße könnte zur Ortsstraße herabgestuft werden

„Es wäre ein ganz großer Schritt und eine gute Entwicklung für Fürstenfeldbruck“, sagte OB Erich Raff. Denn durch die Herabstufung zur Ortsstraße erhält die Stadt die Hoheit über die Straße. Man könnte Tonnage Beschränkungen erlassen und auch die Situation für die Radfahrer verbessern. „Das bringt uns beim Thema Verkehr einiges weiter“, meinte Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD). Er fürchtete nur, dass die Querungshilfe an der Schöngeisinger Straße, die wegen des großen Verkehrsaufkommens gebaut wurde, ein Problem bei der Abstufung darstellen könnte. Doch OB Raff verneinte das. Eine Straße die ebenfalls im Fokus steht, ist die Augsburger Straße. Sie soll bald saniert und ausgebaut werden.

So sollen die Lkw aus der Stadt verbannt werden.

Es braucht eine Alternativroute für Lkw und landwirtschaftlichem Verkehr zur Biogasanlage

Die Räte waren sich einig, den Antrag zu stellen. „Das passt zum Verkehrsentwicklungsplan“, sagte Thomas Brückner (Grüne). Martin Kellerer (CSU) bat nur darum, eine Ausweichroute für die Laster und landwirtschaftlichen Maschinen zu bedenken, die zur Biogasanlage fahren müssen. Hier müsste man prüfen, ob die B 471 bis zum Baumarkt für den landwirtschaftlichen Verkehr freigeben könne. Raff hält das für möglich. „Die sind ja nicht das ganze Jahr unterwegs.“

Um den Straßennamen soll sich der Kultur- und Werkausschuss kümmern

Brückner wies noch auf ein Versprechen von Alt-OB Sepp Kellerer hin, auf der Staatsstraße bei Neulindach für Verkehrsberuhigung zu sorgen. Bisher sei nichts passiert. Und auch nach der Abstufung könne man bis auf Tonnage-Beschränkung und eine Fahrbahnverengung wohl nichts tun. Und er äußerte einen weiteren Wunsch: „Die Straße soll einen Namen bekommen.“ Darum soll sich der Kultur- und Werkausschuss kümmern, meinte Raff. Der ist für die Straßennamen zuständig. (imu)

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