EV Fürstenfeldbruck 

Berater empfehlen Eishallen-Neubau

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In einem gemeinsamen Workshop haben die Stadtwerke und eine Unternehmensberatung vier Alternativen erarbeitet, wie es mit der Eishalle weitergehen könnte. Die Berater empfehlen einen Neubau an einem neuen Standort.

Fürstenfeldbruck – Das hat der scheidende Vizepräsident des EV Fürstenfeldbruck, Werner Kaltenegger, bei einer Mitgliederversammlung bekannt gegeben. Seinen Statusbericht zur Eishalle verfolgten OB Erich Raff, die dritte Bürgermeisterin Karin Geißler, der BLSV-Kreisvorsitzende Steffen Enzmann und Sven Braun vom Sportbeirat. Demnach untersuchten die Workshop-Mitglieder vier unterschiedliche Ansätze: Einhausung der bestehenden Freiluft-Eisfläche, eine zusätzliche Halle am jetzigen Standort, ein Neubau an einem anderen Standort und schließlich die vierte Alternative: Alles bleibt wie bisher.

Vor dem Hintergrund einer Wirtschaftlichkeitsprognose empfahl die Beratungsgesellschaft, die Einhausung zu verwerfen. Das würde die Nutzung des Schwimmbads beeinträchtigen und aufgrund der Lärmentwicklung zu weiteren Einschränkungen der Nutzungszeiten führen. Kritisch sieht man auch den Neubau einer Eishalle neben der bestehenden offenen Eisfläche. Neben hohen Baukosten und dem Lärmschutz und der Tatsache, eine Eishalle in ein Mischgebiet zu bauen, dürften nur maximal drei Tonnen Ammoniak gelagert werden. Diese Menge werde aber bereits für die Freifläche voll ausgeschöpft und ist nicht mehr erweiterbar. Wegen der Kältetechnik, Lärmemission, hohen Baukosten und der Wirtschaftlichkeit ist diese Idee kaum realisierbar.

Letztlich bleibt nach Ansicht der Beratungsgesellschaft nur die dritte Alternative: der Neubau an einem anderen Ort. Das bedeutet, einen Standort zu suchen, Erwerbskosten, die Mittelherkunft (inklusive Eigenleistung und Übernahme von Betriebsleistungen durch die Vereine) und die Finanzierung zu planen.

Die vierte Alternative, alles beim Alten zu belassen, will man nicht weiter verfolgen. Darüber waren sich alle auf der Versammlung einig. Kaltenegger widersprach in diesem Zusammenhang dem Gerücht, das Brucker Eisstadion sei marode und die Technik veraltet. „Die Stadtwerke leisten über Jahre hervorragende Arbeit. Und das 45 Jahre alte Eisstadion präsentiert sich dank der Pflege durch die Stadtwerke in guter Verfassung.“

Als Vergleichsobjekt stellte der scheidende EVF-Vize die neue Eishalle von Burgau vor. Es handelt sich um einen Neubau auf grüner Wiese mit einer Tribüne für 800 Zuschauer und Kabinen. Die Kosten für das Bauwerk in Stahlbetonbauweise mit Leimbinder Dachkonstruktion betrugen etwa 6,4 Millionen Euro.

Der EVF und der Förderverein Eishalle wollen nun an einem Strang ziehen, um das Projekt voranzutreiben. Es mache keinen Sinn, unterschiedliche Strategien zu verfolgen, so wie bisher im Stadtrat geschehen. Kaltenegger sagte: „Wir müssen unsere Kräfte bündeln und mit einer Meinung auftreten.“

Von Dieter Metzler

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