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Einer von 173 Teilnehmern: Stadtrat Andreas Rothenberger (vormals Ströhle, l.) spielte sich bei den Brain-Games auf Platz 130 – im Vorjahr war es noch Platz 132.

Brain-Games 2019

173 Schnelldenker am Schachbrett

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Einen Rekord haben die Brain-Games 2019 ganz knapp verfehlt. 173 Teilnehmer hatten den Weg in die Marthabräuhalle gefunden, um sich im Schnellschach zu messen – genau einer weniger als im Vorjahr.

Fürstenfeldbruck– Trotzdem bleibt das Turnier das größte im Bereich des Schnellschach in Süddeutschland, wie der aus Marktoberdorf kommende Turnierleiter Hans Brugger zufrieden stellte. Für Mit-Veranstalter Thomas Hirn, dessen Familienname in englischer Übersetzung dem Ereignis den Namen gab, ist der Zuspruch ein Zeichen der Attraktivität der Veranstaltung.

Brugger und Hirn legen Wert auf den Unterschied zum Blitzschach. Davon spreche man bei einer Spielzeit von unter zehn Minuten. Den Reiz des Schnellschachs hat Hirn dann fast ebenso rasch erklärt wie die über zweimal 15 Minuten gehenden Partien ablaufen. „Je kürzer die Spieldauer ist, umso eher kann man die ganze Theorie aus den Schachbüchern vergessen.“ Es bleibe nicht viel Zeit, um Züge zu analysieren oder lange vorauszuberechnen. „Besonders spannend wird die Sache also durch den Zeitdruck“, stellt Hirn fest.

Großmeister Vitaly Kunin aus dem hessischen Mörlenbach hat diesem Druck bei der siebten Auflage der Brain-ames am besten stand gehalten. Oft war Kunin dort schon als Favorit an den Start gegangen, nun wurde er dieser Rolle zum ersten Mal gerecht.

Die besten der 18 Teilnehmer aus dem Landkreis musste man in der Rangliste ein wenig suchen. Der Germeringer Lorenz Gauchel spielte sich auf Platz 50, Herbert Baier von der mitveranstaltenden Schachabteilung des TuS Fürstenfeldbruck kam auf den 51. Rang. Der wie im Vorjahr mitspielende Brucker Stadtrat Andreas Rothenberger (vormals Ströhle) hat sich im Vergleich zu 2018 um zwei Plätze gesteigert und landete auf Platz 130.

Trotz der zeitgleich stattfindenden Oberbayerischen Meisterschaften der Schach-Jugend in Wartaweil, die dem TuS und Hirn als Veranstalter wohl den neuen Teilnehmerrekord kosteten, betrug der Anteil an Nachwuchsspielern noch rund zehn Prozent. Eine Quote, die die der teilnehmenden Frauen locker übertraf. Ganze sieben zählte das Teilnehmerfeld. Turnierleiter Brugger bedauerte das. Allerdings entspreche das in etwa dem Schnitt der Mitglieder im Schachverband. „So gesehen ist die Teilnehmerzahl der Frauen schon repräsentativ“, erklärte er mit Blick auf die Tischreihen in der Halle.

Er habe auch bei vielen Turnieren, insbesondere bei Turnieren im Nachwuchsbereich, einen Unterschied in der Einstellung zum Schach festgestellt. „Buben spielen gegeneinander, Mädchen miteinander“, erklärt Brugger. Der sportliche Erfolg stehe für Buben also eher im Mittelpunkt.

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