Da durften sie noch gemeinsam auf der Bühne stehen: Die Nachwuchstruppe „Wölkchen“ des Brucker Brettls hat für ihr Stück „Die Suche nach dem Weihnachtsdieb“ einen bayerischen Theaterpreis erhalten. Foto: brucker brett’l
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Da durften sie noch gemeinsam auf der Bühne stehen: Die Nachwuchstruppe „Wölkchen“ des Brucker Brettls hat für ihr Stück „Die Suche nach dem Weihnachtsdieb“ einen bayerischen Theaterpreis erhalten.

Fürstenfeldbruck

Brettl-Nachwuchs erhält Theaterpreis

Ihre Adventsvorstellung musste die Nachwuchs-Theatergruppe des Brucker Brettls absagen. Auch geplante Freiluft-Vorstellungen fielen der Corona-Pandemie zum Opfer. Dennoch endete das Jahr versöhnlich für die Wölkchen: Denn für eine zurückliegende Inszenierung haben sie einen bayerischen Theaterpreis erhalten.

Fürstenfeldbruck – Im Märchenland werden der Hexe die Lebkuchen vom Dach geklaut, und auch sonst fehlen dort überall Sachen. Verdächtigt werden natürlich die Bösewichte wie der Räuber Hotzenplotz oder Rumpelstilzchen. Im Theaterstück „Die Suche nach dem Weihnachtsdieb“ gingen die Nachwuchsschauspieler der zur Theatergruppe vom Brucker Brettl gehörenden Jugendabteilung „Wölkchen“ im Advent 2019 dem rätselhaften Verbrechen im Märchenland auf die Spur.

Und das mit Erfolg: Denn die jungen Amateur-Schauspieler wurden für ihre Inszenierung mit dem zweiten Platz des bayerischen Amateurtheaterpreises „Larifari“ ausgezeichnet – coronabedingt mit etwas Verzögerung. Auch eine große Preisverleihung gab es nicht, die Urkunde kam per Post, und das Preisgeld wurde ganz unzeremoniell überwiesen. Doch die Kinder freuen sich trotzdem über die Auszeichnung. Und das umso mehr, da sie im vergangenen Jahr ihrer Theaterleidenschaft kaum nachgehen konnten.

Auftritte unmöglich

„Wegen der Pandemie durften sie gar nicht mehr auftreten“, erzählt Lena Jakat, Schriftführerin beim Brucker Brettl. In normalen Jahren würde immer im Advent eine Vorstellung des Kindertheaters stattfinden. Auch eine für diesen Herbst geplante Open-Air-Tournee der Wölkchen mit dem Stück „Der eingebildete Prinz“ musste letztlich entfallen.

Was die Gruppe von Kindern und Jugendlichen vom Kindergartenalter bis zum Azubi jetzt mit dem Preisgeld von 300 Euro und der Urkunde tun, sei auch noch nicht klar, sagt Jakat. Sie war ebenfalls als Kind bei den Wölkchen und ist nun in der Erwachsenengruppe des Brucker Brettls aktiv. „Wir werden dafür einfach abwarten, bis wieder gemeinsame Aktionen möglich seien“, meint die 36-Jährige.

Für die Zukunft erhofft sich das Brucker Brettl eine Rückkehr zur Normalität. Es gebe bei ihnen schon seit März kein Theater mehr, sagt Jakat. „Wir hoffen, dass der Vorhang bald wieder aufgehen kann.“ Wenn das dann wieder möglich sei, werde auch die prämierte Jugendtruppe mit ihrer ursprünglich für den Herbst geplanten Tournee wieder auf der Bühne stehen.

Ganz auf das Schauspielern verzichten mussten die Wölkchen allerdings auch in diesem Winter nicht. Anstatt gemeinsam in einer Theatervorstellung aufzutreten, haben sie einfach coronakonform einen Film gedreht. Der Weihnachtsfilm „Schokololli unterwegs“ wurde aus von den einzelnen Schauspielern isoliert gespielten Szenen zusammengeschnitten. Der kleine Film kann im Internet auf dem Youtube-Kanal des Brucker Brettls angesehen werden. (Sven Behrens)

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