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Das Brucker Buidl stammt von Thomas Klupp (oben 2.v.l.). Zweiter wurde Steffen Domnick (2.v.r.), Dritter Walter Weiss (3.v.r.). Geehrt wurden sie von Mara Fuhrmann (Jury, l.), Sponsor Eckehardt Lutzeier (3.v.l.) und OB Erich Raff im Rahmen der Fürstenfelder Naturfototage.

Siegerehrung bei den Naturfototagen

Brucker Buidl zeigt einen Eishockey-Towart im Regen

Ein Eishockey-Torwart, der allein im Regen steht. Das zeigt das Brucker Buidl 2019 von Thomas Klupp, das bei den Naturfototagen gekürt wurde. Ganz nebenbei nährte Klupp damit auch die politische Diskussion um die Eishalle.

FürstenfeldbruckDas Brucker Build gibt es mittlerweile seit elf Jahren. Es soll Profis wie auch Amateuren eine Plattform für ihre Werke bieten. Dieses Jahr stand der Wettbewerb im Rahmen der Fürstenfelder Naturfototage ganz unter dem Motto „FFB sportlich“. Dabei waren zwei Kriterien zu erfüllen: das Foto sollte eine sportliche Aktivität zeigen und in direktem Bezug zu Fürstenfeldbruck stehen.

Brucker Buidl zog Jury in den Bann

„Wir bewerten Kreativität, Bildausschnitt, Licht, und ob der Kandidat auch seine Kamera beherrscht, das heißt ob er zum Beispiel richtig mit Schärfe arbeiten kann“, erklärt Mara Fuhrmann von der Jury. Sieger Thomas Klupp konnte es, denn sein Bild verband alle drei Aspekte auf beeindruckende Weise, findet die Naturfotografin. Die Aufnahme zeigt einen Eishockey-Torwart der sein Tor bewacht. Der Betrachter sieht nur dessen Rücken, sein Blick ist auf das Spiel gerichtet. Im Vordergrund ist noch ein Teil des Tores zu erkennen, das mit Eiskristallen überzogen ist, während der Hintergrund nur die im Regen verschwimmende Tribüne des Brucker Eisstadions zeigt. „Uns hat dieses Bild auf Anhieb gefangen genommen,“ sagt Furhmann. „Es strahlt eine unglaublich traurige und morbide Stimmung aus und der Betrachter fragt sich ob der Torwart auf etwas bestimmtes wartet oder dort ganz alleine steht.“ Besonders der Schwarz-Weiß-Effekt hat der Jury zugesagt.

Doch das Siegerbild sorgt auch für Diskussion unter den anderen Teilnehmern und Besuchern. „Es ist künstlerisch wertvoll, aber kein Brucker Bild,“ findet Carolin Leonhard. Für sie ist nicht zu erkennen, dass es in Bruck entstanden ist. Anders sei das bei dem Bild ihrer Mutter, Elisabeth Leonhard, das es auf Platz fünf geschafft hat. Hier ist das Stadterhebungsdenkmal zu sehen vor dem eine junge Frau Yoga macht, gekleidet in die Farben der Stadt.

Dabei hat Thomas Klupp mit seinem Bild durchaus ein brisantes politisches Thema angeschnitten. Der Untertitel seines Bildes „Im Regen stehen gelassen?“ verrät: In Fürstenfeldbruck fehlt eine Eishalle. „Der arme Kerl auf dem Bild steht da einfach alleine im Regen und Schnee“ sagt Eckart Lutzeier Sponsor des Wettbewerbes. „Das zeigt wir brauchen endlich eine richtige Halle. Wer weiß, vielleicht wird das Bild noch federführend in dieser Diskussion werden.“ OB Erich Raff unterstützt das: „Wir sind bereits auf der Sucher nach einem geeigneten Standort.“

Brucker Buidl auf den letzten Drücker

Zum Siegerfoto kam Klupp durch Zufall. Eigentlich wollte er nur sein neues Objektiv testen: „Ein Freund von mir spielte an diesem Abend und ich fand, es sei die ideale Gelegenheit, um meine Kamera auszuprobieren.“ Der Informatiker und freiwillige Feuerwehrmann macht normalerweise Landschaftsaufnahmen und war zum ersten Mal bei dem Wettbewerb dabei. „Auf den letzten Drücker habe ich das Bild eingesendet, ich habe erst kurz zuvor von dem Wettbewerb erfahren.“

Beliebtes Motiv bei den Naturfototagen waren wieder die Greifvögel, die über dem Klosterareal ihre Kreise zogen.

Zum Leidwesen des zweitplatzierten Steffen Domnick. Doch der Vorjahressieger nimmt es locker: „Es ist ein gutes und schönes Bild.“ Domnick hat als Motiv die bayerische Meisterschaft im BMX-Fahren ausgewählt, die Anfang Mai in Bruck stattfand. Die zehn Gewinnerbilder können nun an mehreren Orten betrachtet werden. Erster Ausstellungsort ist das Brucker Rathaus.

Bei den Naturfototagen konnten die Besucher am Wochenende zudem Workshops besuchen, Ausstellungen bewundern und sich beim Markt mit Ersatzteilen eindecken. 

(Annabell Pazur)

Lesen Sie auch:Das ist das Brucker Buidl 2018

Erstmals finden die Naturfototage im August statt. Das ist der Grund für die Terminverschiebung.

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