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Sieben Jahre hing die alte Fahne am Eingang des Museums unter dem Kopf der Bavaria. Nun wird eine neue gefertigt, mit einem neuen Motiv.

Nach Sturmschaden 

Brucker Museum bekommt neue Werbe-Fahne 

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Demnächst macht eine barocke Schönheit Werbung für das Brucker Museum. Das Gebäude bekommt eine neue Außenfahne. 

FürstenfeldbruckSchon länger dachte man im Museum darüber nach, das 5,50 Meter lange und 1,55 Meter breite Banner an der Fassade zu erneuern. Es war vergilbt in den sieben Jahren, die es schon dort hing. Und man hatte sich satt gesehen an seinem Motiv – einem Ausschnitt aus dem Weihnachtsbild vom Hochaltar des ehemaligen Klosters Fürstenfeld. Im Februar nahm das stürmische Wetter den Verantwortlichen die Entscheidung über die Erneuerung ab. Der Wind riss das Banner herunter, damit musste ein neues her. Nun ist es in Arbeit.

Als Motiv haben die Museumsleiterinnen Angelika Mundorff und Barbara Kink wieder einen Ausschnitt aus einem Gemälde gewählt, das Teil der Dauerausstellung ist. Es zeigt eine bewaffnete weibliche Figur in barocker Fülle, dazu Burgmauern und zwei für den heutigen Betrachter skurril anmutende kindliche Putten, die gemeinsam in ein Buch schauen. Das Gemälde stammt aus dem Jahr 1696 und gehört zu einem Zyklus des Hofmalers Jakob Potma – zu seiner Zeit ein weltberühmter Mann. „In der Barockzeit hat man selbst staatliche Hierarchien und Verwaltungsorganisationen mit Sinnbildern und Personifikationen dargestellt“, erklärt Angelika Mundorff.

Potmas Bilderzyklus stellt die vier bayerischen Rentämter dar. Diese sind in etwa mit den heutigen Regierungsbezirken vergleichbar. „Unser Gemälde versinnbildlicht das Rentamt Burghausen“, erklärt Mundorff. „Und die bewaffnete weibliche Figur charakterisiert die Festungsstadt als Sitz des damaligen kurfürstlichen Regiments.“ Noch zwei weitere Großgemälde aus der Serie von Jakob Potma sind erhalten und im Museum Fürstenfeldbruck zu sehen.

Angelika Mundorff und Barbara Kink sehen in der barocken Frauenfigur eine würdige Botschafterin für ihr Haus. „Sie weist Besucher schon von Weitem auf das Museum hin und zeigt gleichzeitig die hohe Qualität der Kunstwerke, die hier zu sehen sind.“ Schon bald begrüßt die Figur die Besucher auf dem Klostergelände und lockt sie nach der Corona-Auszeit wieder in die Ausstellung.

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