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Christkindlmarkt: Standl-Betreiber freuen sich auf viele Gäste

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Von: Peter Loder

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Manfred Eckl hat schon Voranfragen von Stammkunden, was heuer im Glühweintopf brodelt. Er rechnet mit einem großen Ansturm. 	Fotos: Peter Loder
Manfred Eckl hat schon Voranfragen von Stammkunden, was heuer im Glühweintopf brodelt. Er rechnet mit einem großen Ansturm. © Loder

Nach der Corona-Zwangspause beginnt am Freitag wieder ein Christkindlmarkt in Bruck. Die Vorfreude ist groß. Wegen der Preissteigerungen ist mancher Standl-Betreiber auch nachdenklich. Für Besucher gibt es aber eine gute Nachricht.

Fürstenfeldbruck – Rund 30 Standbetreiber sind auf dem Viehmarktplatz bis zur letzten Minuten eifrig damit beschäftigt, ihre Buden adventlich zu schmücken. Noch fehlt der allerletzte Glanz. Doch der Christbaum steht schon. Das Prachtstück stammt aus einem Privatgarten in der Nähe des Viscardi-Gymnasiums und wurde vom Besitzer gespendet, nachdem er zu groß geworden war.

Vorab-Resonanz ist super

Fragt man bei den Standbetreibern herum, wird schnell klar, dass es die großen Preissteigerungen nicht geben soll. Möglich wird das auch, weil die Stadt die Standgebühren nicht erhöht hat. Deshalb blickt Manfred Eckl dem bis 18. Dezember dauernden vorweihnachtlichen Treiben unterm Strich optimistisch entgegen. „Die Vorab-Resonanz ist schon mal super. Wir haben von unseren Stammkunden viele Anfragen, was heuer geboten ist.“

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Zu Eckls Spezialitäten gehört neben dem Hirtentrunk der Heidelbeer-Glühwein. Der 52-jährige Münchner ist mit seiner Schaustellerfamilie – im Sommer bekannt vom Autoscooter auf dem Brucker Volksfest – schon seit 40 Jahren am Christkindlmarkt der Amperstadt. Er erinnert sich noch an die „gemütliche Gasserl-Atmosphäre“ an der Pruggmayrstraße im Schatten der Magdalena-Kirche. Eckl rechnet nach der zweijährigen Pause mit einem größeren Ansturm. „Die Leute lechzen nach ihrer Medizin“, sagt der Glühwein-Spezialist.

Die Expertin für Apfelkücherl

Bis zuletzt tüftelt Apfelkücherl-Expertin Renate Lingnau an ihrer Preisliste. Sie kauft ihr Obst erst unmittelbar vor Markt-Eröffnung in der Münchner Großmarkthalle. „Preiserhöhungen möglichst vermeiden“, ist ihre Devise, obwohl sie für die bereits gelagerten Zehn-Liter-Eimer Öl doppelt soviel bezahlen musste wie noch 2019. Auch Renate Lingnau stammt aus München und ist im Sommer als Schaustellerin mit ihrem Schießstand bei Volksfesten unterwegs.

Met- und Bienenwachsprodukte

Ein echtes Heimspiel haben Dirk Westphal und Silvia Decker. Sie betreiben im Brucker Westen eine zunehmend professionelle Hobby-Imkerei. Am Christkindlmarkt bieten sie warmen Met und Bienenwachsprodukte an. Nach einem viel zu trockenem Sommer haben ihre vier im Rothschwaiger Wald beheimateten Bienenvölker viel weniger Honig produziert als üblich. Zwölf Kilo Honig stehen für die neun Brucker Markttage zur Verfügung. Dirk Westphal und Silvia Decker lassen sich überraschen, ob das reicht, um an den drei Wochenenden alle Honigwein-Wünsche der Kundschaft zu erfüllen. Sicher ist: Bienenwachskerzen schlummern reichlich in den Regalen.

Würstl-Kreationen

Keine Nachschubschwierigkeiten sind bei Robert Stampfl und Michael Büchner zu erwarten. Brucks Lokalmatadore in Sachen Würstl-Kreationen erwarten wie immer einen dicht umlagerten Budenbereich, wenn sie ihre in Krautsemmeln verpackten Schmankerl anbieten. Wie ihre Honig-Nachbarn betreiben sie das Christkindl-Geschäft hobbymäßig - außerhalb ihrer regulären Arbeit, weshalb sie ein paar Urlaubstage abzwicken müssen. „Früher hatten wir noch Zeit für einen Ratsch mit den Kunden, aber mittlerweile ist es richtig anstrengend geworden. An Heiligabend sind wir wie gerädert.“

Was alle Standbetreiber eint, ist der Wetterwunsch: „Leichte Plusgrade, Windstille und ein bisserl Schnee“ wären perfekt. Bei Schmuddelwetter mit Dauerregen, Nässe und Matsch sei der Markt wie ausgestorben. Doch die Prognosen der Meteorologen geben zumindest bei den Temperaturen für das Eröffnungswochenende Anlass zur Hoffnung.

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