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„Der sonnenreichste Standort Deutschlands“: 50 Jahre Coca Cola in Fürstenfeldbruck

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Von: Thomas Steinhardt

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Patricia Irion leitet die Coca-Cola-Niederlassung. Der Standort wird 50 Jahre alt.
Patricia Irion leitet die Coca-Cola-Niederlassung. Der Standort wird 50 Jahre alt. © Kai Bublitz

Coca Cola und Fürstenfeldbruck: Seit vielen Jahren gehört beides praktisch untrennbar zu einander.

Fürstenfeldbruck - Heuer wird der Standort im Westen der Stadt 50 Jahre jung. Ein Interview mit Standort-Leiterin Patricia Irion.

Vor 50 Jahren wurde die Brucker Coca-Cola-Niederlassung gebaut. Was war ausschlaggebend für die Standortwahl?

Ganz genau kann ich es natürlich nicht sagen, da wir mit den Entscheidern heute nicht mehr sprechen können. Es ist aber wohl so, dass vor allem die Versorgung der Olympischen Spiele in München 1972 letztlich eine entscheidende Rolle für die Wahl gespielt hat. Heute sind wir nicht nur der sonnenreichste Standort in Deutschland, sondern vor allem sehr gut angebunden, um Ober- und Niederbayern, Schwaben, Allgäu und die Oberpfalz mit jährlich über 200 Millionen Flaschen zu versorgen und dabei auch die Metropolregion München zu erfrischen. All das in einem Radius von 200 Kilometern. Ich bin mit der Standortwahl meiner Vorgänger somit mehr als zufrieden!

Wie hat sich die Niederlassung in Fürstenfeldbruck seither entwickelt? (Mitarbeiterzahl, Gebäude, Maschinen, Ausstoß)?

Auf einer Betriebsfläche von 90 000 Quadratmetern tragen heute über 400 Mitarbeitende dazu bei, unsere Kunden in der Region Südbayern zu erfrischen. Wir füllen heute 15 Coca-Cola Getränke am Standort ab. Dazu gehören Klassiker wie Coca Cola, Coca Cola Zero Sugar und Fanta, aber auch spezielle Sorten wie Fanta Mandarine ohne Zucker oder Coca Cola Vanilla. Auf den drei Produktionslinien am Standort kommen die Getränke in Flaschen verschiedenster Größen, bei denen Vielfalt groß geschrieben wird: Auf den drei Linien laufen insgesamt sechs verschiedene Flaschen: Im Mehrwegbereich werden 0,2- und 0,33-Liter-Mehrweg-Glasflaschen für die Gastronomie gefüllt sowie 0,5-Liter-Glasflaschen und 1-Liter-PET-Mehrwegflaschen für den Handel. In der Einwegabfüllung laufen kleine und große PET-Flaschen bis zu einer Größe von 1,25 Litern vom Band. Bei voller Laufleistung sind es knapp 90 000 Flaschen, die im Werk stündlich über die drei Linien laufen – 1500 pro Stunde und 25 pro Sekunde: Für die Region bedeutet das Erfrischung im Minutentakt!

Wie alle Firmen dürfte auch Coca Cola von der Corona-Pandemie betroffen gewesen sein. Wie ist Ihre Niederlassung in Fürstenfeldbruck denn durch die Pandemie gekommen?

Insgesamt kann ich nur ein positives Fazit ziehen: Unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen und mit großer Disziplin der Mitarbeitenden sind wir gesundheitlich sehr gut durch die Pandemie gekommen und hatten nur punktuell ein paar Ausfälle zu verzeichnen, die aber nicht zu größeren Infektionsketten geführt haben. Durch den Lockdown im Jahr 2020 mussten wir allerdings einige Wochen in Kurzarbeit gehen. Das war das erste Mal, dass dies am Standort in Fürstenfeldbruck notwendig wurde. Aber auch das haben all unsere Mitarbeitenden sehr verständnisvoll aufgenommen.

Coca Cola FFB unterstützt immer wieder die örtlichen Feuerwehren. Warum eigentlich?

Das liegt daran, dass die örtlichen Feuerwehren für uns als Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) gerade regional sehr wichtig sind – vor allem im Falle eines Notfalls. Wir arbeiten mit ihnen sehr eng zusammen und führen regelmäßige Notfallübungen durch, bei denen die Feuerwehren trainieren können, wie sie sich im Ernstfall zu verhalten haben. Im Notfall ist eine enge Zusammenarbeit zwischen uns und den Feuerwehren lebenswichtig. Auf dieser Basis sind wir gerne bereit, die Feuerwehren zu unterstützen, wo wir können.

In Bruck wird Coca Cola abgefüllt. Aber nicht nur Coca Cola, oder?

Wie schon erwähnt füllen wir in Fürstenfeldbruck auch andere Getränke als nur die klassische Coca Cola ab. Um genau zu sein Coca Cola light, Coca Cola Zero Sugar, Coca Cola light koffeinfrei, Coca Cola light Lemon, Coca Cola Zero Sugar koffeinfrei, Coca Cola Vanilla, Coca-Cola Cherry, Fanta Orange, Fanta Zero, Fanta Mandarine ohne Zucker, mezzo mix, mezzo mix Zero, Sprite und Sprite Zero.

Was ist Ihr persönliches Lieblingsgetränk?

Ich greife am liebsten zur Fanta – und dies gerne in all ihren Variationen. Wenn es sehr heiß ist, darf es aber auch mal eine eiskalte 0,2-Liter-Glas Coke Classic sein.

Hat die aktuelle Energie-und Rohstoff-Krise Auswirkungen auf Ihren Standort?

Wie auch alle anderen Unternehmen haben wir mit steigenden Energiekosten zu arbeiten. Ansonsten gibt es bisher keine nennenswerten Auswirkungen, von denen ich berichten könnte.

Coca Cola hat ja in Fürstenfeldbruck seit Jahren quasi sogar eine eigene Ausfahrt von der B 471. Wie schätzen sie die Zukunft des Standortes ein?

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen FFB-Newsletter.)

Wie bereits erwähnt, versorgen wir aus Fürstenfeldbruck den kompletten Süden Deutschlands inklusive der Metropolregion München und einiger Urlaubsgebiete mit erfrischenden Getränken aus dem Hause Coca-Cola. Von daher sind wir hier in der Region ein wichtiger Produzent und Lieferant. Zudem ist es uns ein Anliegen auch nachhaltige Aspekte weiter anzugehen. Ein Punkt der gerade mit Blick in die Zukunft immer wichtiger wird und somit schon heute angegangen werden muss. So sparen wir durch unsere E-Stapler Flotte seit 2018 unnötige Emissionen ein und nähern uns im Sinne einer Circular Economy immer näher an unser Idealbild an: Zero Waste.

Wie begehen Sie das 50-jährige Bestehen? Gibt es eine Party?

Im September werden wir einen Tag für Familien und Freunde veranstalten, um allen Mitarbeitenden etwas zurückzugeben. Obwohl sich unser Bestehen bereits im März zum 50. Mal gejährt hat, haben wir uns bewusst dazu entschieden, diese Feierlichkeit auf den Spätsommer zu verlegen – nicht nur wegen des hoffentlich besseren Wetters, sondern auch der im März noch angespannteren Corona-Situation. An diesem Tag werden wir auch einige Politiker einladen und eine Führung durch unser Werk anbieten.

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