Wollen Kaufkraft in Bruck binden: (v.l.) Markus Jaekel, Jan Hofmyer und Johann Buchfelner mit dem Heimatgutschein.
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Wollen Kaufkraft in Bruck binden: (v.l.) Markus Jaekel, Jan Hofmyer und Johann Buchfelner mit dem Heimatgutschein.

Fürstenfeldbruck

Digitaler Gutschein soll Gewerbe in Zeiten der Pandemie stärken

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die Coronapandemie und der Online-Handel bedrohen das Gewerbe in der Brucker Innenstadt. Mit einem digitalen Gutschein will der Gewerbeverband nun die Firmen stärken.

Fürstenfeldbruck – Einen Gutschein verschenken, den der Beschenkte in Geschäften und Restaurants in der Kreisstadt einlösen kann – das soll ab 1. Mai möglich sein. Dann geht der sogenannte Heimatgutschein an den Start.

Die Idee für einen Brucker Gutschein ist im Brucker „Bund der Selbstständigen“ (BdS) kein neues Thema. „Nun haben wir Corona genutzt, um es umzusetzen“, sagt Schatzmeister Johann Buchfelner. Dafür wurde eigens eine neue Firma gegründet, deren Geschäftsführer Buchfelner, Markus Jaekel und Jan Hofmayer sind: die Heimatguthaben GmbH.

„Der Heimatgutschein kann in allen teilnehmenden Betrieben in Fürstenfeldbruck eingelöst werden“, sagte Buchfelner bei einer Online-Präsentation des Systems. Dass nur Geschäfte oder Restaurants in der Stadt teilnehmen können hat auch rechtliche und steuerliche Gründe. In erster Linie soll aber die Kaufkraft in Bruck gehalten werden.

QR-Code an der Kasse

Das System wird laut Buchfelner einfach gehalten. Die Gutscheine können mit wenigen Klicks über die spätestens am 1. Mai online gehende Internetseite www.heimatguthaben.de erworben werden. An der Kasse wird dann einfach ein QR-Code gescannt oder die Nummer des Gutscheins händisch ins System eingegeben. Die Gewerbetreibenden benötigen lediglich ein altes, ausrangiertes Smartphone oder Tablet, da der digitale Gutschein komplett über eine Online-Plattform abgewickelt wird. Auch eine App ist geplant.

Finanziert wird das System über drei verschiedene Pakete, die die teilnehmenden Betriebe erwerben können. Je nach Umsatzgröße wird ein Grundpreis und eine Umsatzprovision erhoben sowie ein Werbebeitrag, der für Banner, Plakate, Werbeanzeigen oder Onlinewerbung für den Gutschein und die teilnehmenden Betriebe investiert wird.

Nicht nur für Privatleute

Der Gutschein soll nicht nur Privatleute ansprechen. Buchfelner, Jaekel und Hofmayer wollen auch Firmen mit an Bord holen: „Die dürfen ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Sachbezug im Wert von 44 Euro im Monat zukommen lassen“, erklärt Buchfelner. Das soll künftig der Gutschein sein. Jaekel: „Schon bei einem Betrieb mit 50 Mitarbeitern würden so 26 400 Euro Kaufkraft in Fürstenfeldbruck bleiben.“

Die Attraktivität des Heimatgutscheins steht und fällt mit den Geschäften, in denen er eingelöst werden kann. Derzeit ist knapp ein Dutzend Läden und Restaurants an Bord. „Wir führen aber viele Gespräche, um diese Zahl noch zu erhöhen“, sagt Buchfelner. Interessenten können sich per E-Mail an info@heimatguthaben.de an ihn wenden.

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