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Warten sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung: Die Mitarbeiterinnen der VHS Fürstenfeldbruck.

In Corona-Zeiten

Schließung erhöht den Finanzbedarf der Volkshochschule

  • vonStefan Reich
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Noch immer warten sie bei der Volkshochschule Fürstenfeldbruck darauf zu erfahren, wann sie endlich wieder richtig loslegen können.

Fürstenfeldbruck – Zwar hat die Staatsregierung erste Lockerungen für die Volkshochschulen beschlossen. Bis einschließlich Juli aber, heißt es auf der Internetseite der Brucker VHS, werde kein Betrieb stattfinden können. Und je länger die Zwangspause dauert, umso größer wird das Loch in die Finanzplanung.

Helfen wollen viele. Die Staatsregierung hat einen Rettungsschirm für die Dozenten der Erwachsenenbildung gespannt und auch im Brucker Stadtrat – die Stadt ist einzige Gesellschafterin – war zuletzt zu vernehmen, dass man die VHS nicht im Regen stehen lassen werde. Wie umfangreich die Hilfe sein müsste, war aber noch nicht bekannt. Jetzt zeichnet sich ab, dass die 12 000 Euro Spenden von Bürgern, für die sich das Team der VHS kürzlich in einer Pressemitteilung bedankt hatte, nur einen kleinen Teil der Mindereinnahmen durch ausgefallene Kurse decken können.

Deutlich mehr Zuschüsse von der Stadt nötig

In einer Vorlage für die kommende Sitzung des städtischen Finanzausschusses am Dienstag wird der Zuschuss, der für die Wiederaufnahme des VHS-Betriebes unter Corona-Auflagen nötig ist, für das Wirtschaftsjahr 2020/2021 auf 270.000  Euro beziffert. Allein für die Monate September bis Dezember 2020 wird die VHS 50.000 Euro mehr Zuschuss benötigen als in der städtischen Finanzplanung vorgesehen.

Damit das Geld fließen kann, muss die Summe zusammen mit dem Nachtragshaushalt beschlossen werden, über den der Ausschuss am Dienstag erstmals berät. Die Stadt muss Wege finden, um eine Lücke von insgesamt neun Millionen Euro zu schließen, die durch wegbrechende Steuereinnahmen in diesem Jahr schätzungsweise entsteht. Das soll nach bisheriger Rechnung der Kämmerei allein durch Einsparungen möglich sein.

VHS wird nach ihrer Gründerin benannt

Die Volkshochschule Fürstenfeldbruck soll künftig Gretl-Bauer-Volkshochschule heißen. Der neue Name soll an eine der Wegbereiterinnen der Erwachsenenbildung im Landkreis erinnern. Gretl Bauer, mit ganzem Namen Margarete Bauer-Elkan, wurde 1894 in München geboren. 1911 gründete ihre Mutter Elise ein Kinderheim in Neu-Esting, dessen Leitung Gretl Bauer 1925 übernahm. Als Halbjüdin wurde Gretl Bauer während der NS-Zeit diffamiert, 1938 wurde ihr Kinderheim geschlossen. Nach Kriegsende führte sie es bis 1960 weiter. 

Aus Bauers „Arbeitskreis geistig interessierter Menschen“ ging 1947 die Volkshochschule Fürstenfeldbruck hervor. Bauer wurde deren erste Vorsitzende. Schnell entstanden Nebenstellen, die 1952 zu einem Kreisverband zusammengeschlossen wurden. Beantragt hatte die Umbenennung Christian Götz (BBV), Mitglied im VHS-Aufsichtsrat und im Stadtrat. Beide Gremien haben der Umbenennung bereits zugestimmt.

Weitere Nachrichten aus der Stadt Fürstenfeldbruck finden Sie hier.

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