Das Landratsamt-Gebäude von außen.
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Die Cafeteria im Landratsamt Fürstenfeldbruck muss coronabedingt schließen.

Im Landratsamt

Corona bedeutet für Caritas-Cafeteria das Aus

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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Nach 17 Jahren muss die Cafeteria im Landratsamt Ende September ihren Betrieb einstellen. Grund dafür sind die durch die Corona-Krise entstandenen finanziellen Einbußen.

  • In der Cafeteria des Landratsamtes können Menschen mit Behinderung fit für den Arbeitsalltag werden.
  • Höhere Hygiene-Kosten und gleichzeitig ein Bewirtungsrückgang zwingen zur Schließung.
  • Die Caritas-Einrichtung und das Landratsamt bedauern dies.

Fürstenfeldbruck - Die Cafeteria wird seit Oktober 2003 von der Caritas Brucker Werkstatt für Menschen mit Behinderung betrieben. Menschen mit Behinderung können in der Cafeteria wirtschaftliche Abläufe, von der Planung bis zum Verkauf, trainieren und fit für das Arbeitsleben werden. Die Besucher der Cafeteria kamen in den Genuss selbstgemachter Brotzeiten und Kuchen.

Wirtschaftliche Situation lässt keine Wahl

Der Rückgang an Einnahmen aus der Bewirtung und gleichzeitig die für den notwendigen Infektionsschutz erhöhten Kosten zwingen die Betreiber nun zu dieser Maßnahme. „Die Entscheidung fiel uns wahrlich nicht leicht, gerade weil die Cafeteria eine so lange Tradition hat und für die Menschen mit Behinderung ein tolles Projekt der Teilhabe war“, bedauert Wolfgang Holmer, Einrichtungsleiter der Caritas Brucker Werkstatt für Menschen mit Behinderung, die Notwendigkeit der Schließung. „Die wirtschaftliche Situation der Cafeteria hat uns aber letztendlich keine andere Wahl gelassen.“

Landratsamt bedauert Schließung

Auch im Landratsamt ist man über die Nachricht bedrückt: „Es ist sehr schade, dass die Bewirtschaftung unserer Cafeteria durch die Caritas beendet wird. Wir bedauern dies, haben aber natürlich Verständnis für die schwierige Situation“, sagt Franz Minholz, Sachgebietsleiter Kämmerei und Liegenschaften im Landratsamt.

Die Caritas Brucker Werkstatt für Menschen mit Behinderung ist eine Rehabilitationseinrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben. Sie bietet Berufsbildungs- und Arbeitsplätze für 200 Beschäftigte mit Behinderung.

Weitere Nachrichten aus der Stadt Fürstenfeldbruck lesen Sie hier.

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