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Eine Arztin hält einen Abstrichstäbchen im Plasikröhrchen in den Händen

Im Wortlaut

Coronavirus: Bürgermeister richten Appell an die Bevölkerung

Die Bürgermeister des Landkreises Fürstenfeldbruck richten in Sachen Corona einen gemeinsamen Appell an die Bevölkerung. Wir veröffentlichen ihn im Wortlaut.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

die von der Bayerischen Staatsregierung verfügten Maßnahmen zur Bekämpfung des neuartigen Corona-Virus sind für viele Bürgerinnen und Bürger und Betriebe nicht nur mit einem Verzicht auf lieb gewonnene Gewohnheiten, sondern mit erheblichen Herausforderungen, Belastungen und auch Zumutungen verbunden. Wir wissen, dass Ihnen allen im Moment viel abverlangt wird und wir von einem normalen Alltag weit entfernt sind. 

Wir wissen aber auch, dass eine ungehinderte Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus noch weit größere Belastungen unseres Gemeinwesens und vor allem eine unmittelbare Gefährdung von alten und kranken Menschen zur Folge hätte. Unser Gesundheitssystem wäre nicht mehr in der Lage, eine Vielzahl von Schwerkranken angemessen zu versorgen. 

Eine solche Situation gilt es unbedingt zu verhindern, zu unser aller Wohl. Deswegen unterstützen wir als Bürgermeister im Landkreis Fürstenfeldbruck die Bemühungen des Freistaates zur Eindämmung des Virus. Wir rufen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf: · Tragen Sie durch persönliches Verhalten dazu bei, die weitere Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus zu verhindern. Treffen Sie durch Beachtung der Hygieneempfehlungen Sorge, weder sich selbst noch andere mit dem neuartigen Corona-Virus zu infizieren. Jede und jeder Einzelne muss dabei Verantwortung übernehmen, für sich und für die Gemeinschaft.

· Befolgen Sie die Anordnungen der zuständigen staatlichen Stellen, die zur Bekämpfung des neuartigen Corona-Virus erlassen werden. Informieren Sie sich über die aktuellen Entwicklungen und beachten Sie die Verhaltenshinweise, die von Fachbehörden und Fachinstituten veröffentlicht werden. 

· Bleiben Sie gelassen und verlieren Sie nicht den Sinn für die Realität: Es gibt zwar eine Bedrohungslage für die Gesundheit der Menschen durch das neuartige Corona-Virus, aber keine Bedrohung der Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern.

· Zeigen Sie Solidarität mit denjenigen, die jetzt ganz besonders auf nachbarschaftliche Unterstützung angewiesen sind. Das können alte oder kranke Menschen sein, die versorgt werden müssen, Eltern, die wegen Berufstätigkeit Unterstützung in der Kinderbetreuung benötigen, oder auch zugewanderte Menschen, denen ein Rat zum richtigen Verhalten helfen würde. 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 die Lage ist ernst. Wir wollen die Gefahren einer Pandemie nicht klein reden. Und doch liegt es an uns, wie wir mit der „Corona-Krise“ umgehen. Nehmen wir die Herausforderung an und setzen wir entschiedenes Tun an die Stelle von Schicksalsergebenheit. Lassen wir uns nicht von Unsicherheit und Verzagtheit leiten, sondern von Entschlossenheit und Mut. Seien wir vernünftig, achtsam mit uns selbst und aufmerksam gegenüber unserem Nächsten. Und besinnen wir uns auf das, was unsere Gemeinden seit jeher prägt und was uns stark macht: Gemeinsinn und Solidarität, Zusammenhalt und das Einstehen füreinander sind Werte, die unsere Gemeinschaft tragen. Wir sind überzeugt: Gemeinsam werden wir auch die schwierigen nächsten Wochen gut bewältigen. Bleiben Sie gesund!

(Michael Schanderl, Vorsitzender des Kreis-Gemeindetags im Namen seiner Kollegen)

Alle Neuigkeit zu dem Thema finden sich in diesem Beitrag, der regelmäßig aktualisiert wird

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