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Am Schild ist Schluss: Der Gehweg an der Fraunhoferstraße endet im Nichts – vorerst. Denn die Stadt will den Gehweg weiter bauen, muss aber noch den Grund erwerben. 

An der Fraunhoferstraße

Darum endet dieser Gehweg im Nichts

Ein Gehweg, der scheinbar ins Nichts führt: Dieses Bild bietet sich seit geraumer Zeit an der Fraunhoferstraße in der Hasenheide. Ein Schildbürgerstreich, mag man vermuten. Doch weit gefehlt – dahinter steckt eine rechtliche Verpflichtung der Stadt.

Fürstenfeldbruck – An die 100 Meter misst das asphaltierte Stück, welches an der Fraunhoferstraße Richtung Kreisverkehr Lindach aufgebracht wurde. Doch in der jetzigen Situation ist der Weg nur Landschaftsverzierung. Denn er beginnt nicht an einer Kreuzung, sondern mitten auf freier Flur zwischen Ortsausgang und Kreisverkehr. Selbst wenn man auf den Weg gelangt, dann ist nach besagten 100 Metern Schluss – direkt vor einem großen Verkehrsschild.

Die Anlieger sind gelinde gesagt verwundert. „Keiner hat wirklich gewusst, was das soll“, sagt eine Frau, die direkt in der Nachbarschaft arbeitet. Als die Bauarbeiten Anfang November anliefen, wurden die ausführenden Arbeiter von den Nachbarn sogar ausgefragt. Auch diese konnten nur mit den Achseln zucken, erzählt sie. Selbst wenn man den Weg benutze, sei die Situation nachts sehr gefährlich, weil man am abrupten Ende vor dem Schild auf die Straße wechseln müsse, meint sie.

Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung ergibt: Im Moment ist der Gehweg tatsächlich noch sinnlos – aber in Zukunft soll er schon seinen Zweck erfüllen. Denn es ist geplant, einen durchgängigen Gehweg von der Kreuzung Am Kugelfang/Fraunhoferstraße bis zum Kreisverkehr bei Lindach durchzuziehen, heißt es. Bisher hat die Stadt aber nur einen Teil der dafür notwendigen Fläche erworben.

Doch das einsame Stück musste trotzdem bereits asphaltiert werden. Denn das Problem ist, dass die Stadt den jetzt bebauten Grund unter einer bestimmten Voraussetzung erworben hat. Vor fünf Jahren wurde den Eigentümern zugesichert, dass dort ein Gehweg erstellt wird. Hätte die Stadt diesen jetzt nicht angelegt, wäre der Grund wieder an die ursprünglichen Eigentümer zurückgefallen. Der ganze Plan für eine mögliche Erschließung in der Zukunft wäre für die Katz gewesen. Wie hoch die Baukosten bei diesem Gehweg auf Vorrat waren, war vorerst nicht zu erfahren. 

Von Fabian Dilger

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