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Der Biergarten des Klosterstüberls wird zum Skulpturenpark

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Von: Andreas Daschner

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Vier Meter hoch reckt das stählerne Pferd von Hansjürgen Vogel seinen Hals im Biergarten des Klosterstüberls. Rechts im Hintergrund: der Torso von Susan Broy.
Vier Meter hoch reckt das stählerne Pferd von Hansjürgen Vogel seinen Hals im Biergarten des Klosterstüberls. Rechts im Hintergrund: der Torso von Susan Broy. © Andreas Daschner

Eine riesige, stählerne Pferdeskulptur verschönert den Biergarten des Klosterstüberls in Fürstenfeldbruck. Das Werk soll nur der Auftakt für eine Kooperation dreier Einrichtungen in Fürstenfeld sein. Künstler Hansjürgen Vogel hat Größeres vor.

Fürstenfeldbruck – Beinahe vier Meter hoch reckt das stählerne Ross seinen Hals in Richtung der Kastanien im Biergarten des Klosterstüberls. Direkt daneben installiert Vogel bereits eine zweite Skulptur: einen Torso – ebenfalls aus Stahl –, den Susan Broy geschaffen hat. Beide Werke stellen einen Bezug zu ähnlichen Skulpturen her, die vor der Künstlerwerkstatt im Haus 10 auf der anderen Straßenseite stehen.

In der Bildhauerwerkstatt, deren Leiter Vogel ist, sind auch das Pferd und der Torso entstanden. Ganz fertig sind die Kunstwerke zwar noch nicht. Der Rest erfolgt aber ohne Zutun der Künstler. Der Stahl rostet noch und gibt den Werken damit die Ecken und Kanten, die auch Klosterstüberl-Wirtin Birgit Bartels-Peter begeistern. „Kunst, die zu glatt ist, nimmt man nicht wahr“, sagt sie. „Ich liebe Kunst, die polarisiert.“

15 Gruppierungen sollen deutlich mehr verwoben werden

Dass Vogel sein Pferd im Biergarten aufstellt, war auf Bartels-Peter Initiative geschehen. „Sie hat mich darum gebeten, im Biergarten etwas Künstlerisches zu machen, und damit offene Türen bei mir eingerannt“, berichtet der in Haspelmoor lebende Vogel. Auslöser für den Vorschlag war bei der Gastronomin die Vielfalt in Fürstenfeld. „Wir haben hier 15 Gruppierungen. Die sollten deutlich mehr verwoben werden“, sagt sie.

Man kenne und man möge sich. „Das sollten wir auch nach außen transportieren“, sagt die Gastronomin. Auf diese Weise könne man sich gegenseitig ergänzen und inspirieren.

Bei Vogel stößt sie damit auf offene Ohren. Dem Bildhauer schwebt eine Art Joint Venture aus bildender Kunst, Gastronomie und Pferdestall vor. Alles drei findet sich in Fürstenfeld an der Straße Richtung Gelbenholzen auf engstem Raum. „Man könnte zum Beispiel mit dem Stall eine Schnitzeljagd zu Pferd machen und diese künstlerisch gestalten“, sagt Vogel. Die Idee ist aber noch jung, der Vorschlag deshalb „ins Blaue gesprochen“, so Vogel. „Aber ich arbeite daran.“

Hansjürgen Vogel: „Hier können locker noch zehn weitere Arbeiten aufgestellt werden“

Auch die Zusammenarbeit mit dem Biergarten des Klosterstüberls ist mit Vogels Pferd und Broys Torso längst nicht abeschlossen. „Hier können locker noch zehn weitere Arbeiten aufgestellt werden“, sagt Vogel. Bartels-Peter steht einem Skulpturenpark zwischen den Tischen mehr als offen gegenüber. „Ich finde das klasse, und wir haben hier ja auch sehr viel Platz“, sagt sie.

Auf das Ross, für das sich Vogel von dem für seine Pferdeskulpturen bekannten Italiener Marino Marini inspirieren ließ, wurde Bartels-Peter sehr oft von den Gästen angesprochen. „Es kommt sensationell gut an“, sagt sie. Ähnliches erwartet sie auch von Broys Torso. „Die beiden Werke nehmen sich gegenseitig nichts weg, sondern ergänzen sich perfekt“, sagt die Klosterstüberl-Wirtin.

Die Kunstwerke im Biergarten sehen aber nicht nur gut aus. Sie haben laut Bartels-Peter darüber hinaus auch einen sozialen Effekt: „Man kann über die Kunst ins Gespräch kommen.“ Die Idee einer größeren Kooperation begrüßt die Gastronomin ebenfalls. „Wir haben hier die Möglichkeit und die Plattform, eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten zu schaffen“, sagt sie.

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