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Der OB hat sich ein Erbstück ins Büro gestellt

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Von: Lisa Fischer

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Ein dunkler Holztisch ist der Platz, von dem aus Brucks Oberbürgermeister Erich Raff die Geschicke der Stadt lenkt. Ein Buch mit kunstvoll eingeschnittenem Wappen der Partnerstadt, eine Tasse von den Sterntalern und ein Trikot – ein Geschenk der TuS-Handballer – geben dem Arbeitsplatz eine persönliche Note. Auch eine Figur des Heiligen Leonhard hat sich Raff in sein Büro im Rathaus gestellt.	Fotos: Weeber
Ein dunkler Holztisch ist der Platz, von dem aus Brucks Oberbürgermeister Erich Raff die Geschicke der Stadt lenkt. Ein Buch mit kunstvoll eingeschnittenem Wappen der Partnerstadt, eine Tasse von den Sterntalern und ein Trikot – ein Geschenk der TuS-Handballer – geben dem Arbeitsplatz eine persönliche Note. Auch eine Figur des Heiligen Leonhard hat sich Raff in sein Büro im Rathaus gestellt. © Weber

Viele verbringen dort mehr Zeit als im eigenen Wohnzimmer – gemeint ist das Büro. Und so sagen die Schreibtische viel aus über die Menschen, die dort arbeiten. Das Tagblatt hat sich in den Chefetagen umgeschaut – und dort Interessantes und Unvermutetes zu Tage gefördert.

Fürstenfeldbruck – Im Rathaus steht ein schwarzer, recht schmaler Schreibtisch beinahe unauffällig in der Zimmerecke, schräg gegenüber der Bürotür. Hier sitzt Oberbürgermeister Erich Raff und waltet über die Große Kreisstadt. Beim Blick nach rechts aus dem Fenster hat der Rathaus-Chef das Herz der Stadt, die Hauptstraße, im Visier.

Ein Computer-Bildschirm, ein Telefon, eine Tastatur und eine Schreibunterlage – mehr steht bei dem Oberbürgermeister nicht auf dem hölzernen Tisch. Dieser selbst ist ein Erbstück und steht seit einem Jahr im Büro des Oberbürgermeisters. „Er stammt aus den 1950er und 1960er Jahren“, sagt Raff. Die Rückseite habe er gestrichen, bevor das gute Stück in das Bürgermeister-Büro gestellt wurde. Sonst war der alte Schreibtisch gut erhalten.

Ein dunkler Holztisch ist der Platz, von dem aus Brucks Oberbürgermeister Erich Raff die Geschicke der Stadt lenkt. Ein Buch mit kunstvoll eingeschnittenem Wappen der Partnerstadt, eine Tasse von den Sterntalern und ein Trikot – ein Geschenk der TuS-Handballer – geben dem Arbeitsplatz eine persönliche Note. Auch eine Figur des Heiligen Leonhard hat sich Raff in sein Büro im Rathaus gestellt.
Ein dunkler Holztisch ist der Platz, von dem aus Brucks Oberbürgermeister Erich Raff die Geschicke der Stadt lenkt. Ein Buch mit kunstvoll eingeschnittenem Wappen der Partnerstadt, eine Tasse von den Sterntalern und ein Trikot – ein Geschenk der TuS-Handballer – geben dem Arbeitsplatz eine persönliche Note. Auch eine Figur des Heiligen Leonhard hat sich Raff in sein Büro im Rathaus gestellt. © Weber

„Er ist etwas kleiner, als das Vorgängermodell. Das war doppelt so groß“, sagt Raff. Mit dem neuen, alten Tisch habe er sich etwas umorganisieren müssen. Der Schreibtisch davor stammt noch von Raffs Vorgänger Klaus Pleil. Der auffällige, blau-orange Schreibtischstuhl, auf dem der Oberbürgermeister an seinem Arbeitsplatz sitzt, stammt noch von Pleil.

Um den Schreibtisch freizuhalten, legt Raff Anträge, Briefe und andere Unterlagen, die bearbeitet werden müssen, in einem Ablagefach in der Regalwand hinter dem Schreibtisch ab. Daneben steht ein französisches Buch mit einem roten Einband.

Das Besondere daran ist, dass es nicht – wie bei Büchern gewöhnlich – mit dem Buchrücken zum Betrachter im Regal steht, sondern mit der Seitenfront. In diese ist kunstvoll das Brucker Stadtwappen geschnitten. „Das Buch ist ein Geschenk zum 50-jährigen mit der französischen Partnerstadt Livry-Gargan“, erklärt Raff. Die Seiten wurden eingeschnitten und nach innen gefaltet. „Wenn man diese auffaltet, könnte man das Buch auch immer noch lesen“, sagt der OB.

Am Nachmittag greift der Rathaus-Chef für den Kaffee gerne zu einem weiteren Stück in seiner Regalwand. „Meine ganz persönliche Tasse“, sagt Raff und greift zu einer Tasse, die von den Sterntalern im Jahr 2021 bemalt und an ihn übergeben wurde. „28 Sterntaler wünschen Ihnen ein gutes Gelingen 2021“, steht darauf geschrieben. „Ich spüle sie sogar persönlich ab“, sagt der Oberbürgermeister und lacht.

Und selbst, wenn er die Tasse Kaffee alleine in seinem Büro genießt, ist er nicht unbeobachtet. In der Ecke links hinter ihm steht die über ein Meter große Figur des Heiligen Leonhards. „Den habe ich mir zurückgeholt. Der schaut gut aus und gehört zur Tradition der Stadt“, sagt Raff. Zuvor habe die Figur einen weniger prominenten Platz im Rathaus gehabt.

Dass Erich Raff als ehemaliger Spieler bekennender Fan des Brucker Handballs ist, erkennt man auch in seinem Büro. Rechts neben dem Schreibtisch, zwischen den Fenstern, durch die man die Innenstadt bis zur Leonhardikirche sieht, hängt ein schwarzes Handballtrikot. „OB Erich Raff“ steht dort als Spielername aufgedruckt unter der Nummer 17. „Das habe ich zum Aufstieg der Panther bekommen“, erzählt Raff. Die Nummer 17 habe er sich ausgesucht, da sein Sohn als jahrelanger Spieler die Spielernummer auf seinem Rücken trug. „Getragen habe ich dieses Trikot noch nicht. Ich habe ja ein eigenes Fantrikot zuhause“, sagt Raff.

Die Serie

Das Tagblatt stellt in loser Folge die Schreibtische der Chefs im Landkreis vor.

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