Schüler einer siebenten Klasse melden sich während des Deutschunterrichts in einem Gymnasium.
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Die Deutschklasse an der Grundschule Mitte erhält Fördergelder vom Sozialfonds. (Symbolbild)

Für Kinder mit Migrationshintergrund

Deutschklasse an Grundschule Mitte erhält Fördergelder vom Sozialfonds

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es an der Grundschule Mitte eine Deutschklasse, die sich an Kinder mit Migrationshintergrund richtet. Die Schule erhält nun Fördergelder.

Fürstenfeldbruck – Die einstige Übergangsklasse ermöglicht Kindern mit Migrationshintergrund, die deutsche Sprache zu lernen, um dann in eine Regelklasse zu wechseln. Für diese Deutschklasse erhält die Schule Mitte nun Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds.

Ziel der Deutschklassen ist es, Kinder mit rudimentären oder keinen Deutschkenntnissen speziell zu fördern. Während Erstklässler meist in der normalen Klasse lernen, gehen Schüler der zweiten bis vierten Jahrgangsstufe in der Schule Mitte – einer gebundenen Ganztagsschule – in die Deutschklasse. Unterrichtet werden sie durch eine Klassenlehrerin und eine sozialpädagogische Fachkraft. Der Unterricht ist differenzierter, dazu kommt die soziale Betreuung. Die Klasse muss mindestens 13 Schüler umfassen, um förderfähig zu sein. Bei der Grundschule Mitte trifft dies zu. In Aussicht gestellt sind bis zu 29 000 Euro, der Sachaufwandsträger leistet einen Eigenanteil von 6244 Euro.

„Ist der Bedarf größer, bräuchten wir eine oder zwei weitere Klassen?“, fragte Integrationsreferent Willi Dräxler (BBV) im Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport. Laut Nikoll Paluca, Sachbearbeiter für Schulen, gibt es auch an der Mittelschule West eine Deutschklasse. Diese hatte sich ebenfalls beworben. „Aber nur die Schule Mitte wurde auserwählt.“ Für den Antrag wurde ein pädagogisches Konzept erstellt und genehmigt. Bei der Stadt wolle man das Projekt fortführen. Sollte die Schule West sich erneut bewerben, prüfe man das.

Dräxler wollte noch wissen, wie viele Brucker Schüler aus den Deutschklassen in einer Förderschule landen. Da hier der Landkreis zuständig sei, liegen keine Zahlen vor, berichtete Paluca. „Unser Ziel ist, dass 50 Prozent der Kinder aus einer Deutschklasse in eine Regelklasse überführt werden.“ Bei manchen gehe das nach einigen Monaten, bei anderen dauere es länger.

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