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Der Familienstützpunkt im Stadtteilzentrum West wurde im Jahr 2017 eröffnet. Nun hat das Diakonische Werk die Trägerschaft gekündigt. 

Fürstenfeldbruck

Diakonie gibt Familienstützpunkt ab

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Das Diakonische Werk will nicht länger Träger des Familienstützpunktes im Brucker Westen bleiben. Die Elternschule West möchte man aber erhalten. Das pädagogische Konzept soll überarbeitet werden.

Fürstenfeldbruck – Bereits im Dezember brodelte die Gerüchteküche: Die beliebten Vorkindergartengruppen „Servus Mama, servus Papa“ würden geschlossen. Die Elternschule West, eine Einrichtung des Diakonisches Werks, stünde gar ganz vor dem Aus, hieß es. Jetzt ist klar: So weit ist es noch nicht. Aber zur Zukunft der Elternschule West und auch des dort angesiedelten Familienstützpunktes gibt es offene Fragen.

Der Familienstützpunkt ist eine Anlaufstelle für Familien, die das Kreisjugendamt in mehreren Kommunen anbietet. In Bruck hat die Behörde die Trägerschaft an das Diakonische Werk vergeben. Das hat nun den Vertrag mit dem Jugendamt zum 30. Juni gekündigt. Die offenen Treffs in den Räumen der Elternschule im Stadtteilzentrum West sind schon eingestellt – aus personellen Gründen.

Das eher niederschwellige Angebot des Familienstützpunktes und das Programm der Elternschule hätten sich gebissen, erklärt Alexander Härtlein, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Daher habe man entschieden, sich auf die Elternschule zu konzentrieren. Man sei aber bemüht, den Familienstützpunkt an einen kirchlichen Träger zu übergeben. Dann könnte er an gleicher Stätte fortbestehen. Es gebe schon Gespräche, so Härtlein. Entscheiden muss aber das Jugendamt.

Mit Interessenten im Gespräch

Landratsamt-Sprecherin Ines Roellecke bestätigt, dass man mit Interessenten im Gespräch sei. Der Familienstützpunkt sei ein super Projekt, das man in Fürstenfeldbruck keinesfalls aufgeben wolle. „Wir sind zuversichtlich, es ohne Lücke weiterführen zu können.“

Auch in Sachen Elternschule ist die Zukunft noch offen. Es gab tatsächlich Überlegungen, den Standort im Westen mit der Elternschule Mitte an der Stadelbergerstraße zusammenzulegen. „Beide Standorte sind nicht voll ausgelastet“, erklärt Härtlein. Sie werden nur vormittags genutzt. „Und wir müssen die Mietkosten so gering wie möglich halten.“

Härtlein bekräftigt: „Wir stellen nichts ein und kündigen niemandem.“ Es könne aber der eine oder andere Kurs wegfallen. Man überarbeite das pädagogische Programm. Sonja Schlünder, Bereichsleiterin für Beratung und Bildung bei der Diakonie, betont, die Angebote der Elternschule würden aufrecht erhalten. Die Programme Opstapje und Pekip laufen weiter. Für die Nähstube sucht man eine Finanzierung.

Viele Unterschriften bei Online-Petition

Die Nachricht über eine mögliche Schließung hatte die Eltern auf den Plan gerufen. „Wir sind verärgert über die Informationspolitik“, klagte eine Mutter. „Es kommt so an, dass man so ein wichtiges Instrument für Familien und Integration einfach sterben lässt.“ Gerade im Westen seien derartige Einrichtungen wichtig. Die Eltern starteten eine Online-Petition. Bis jetzt sind über 730 Unterschriften zusammengekommen. Und inzwischen ist man mit den Diakonie-Verantwortlichen in Kontakt.

Härtlein freut sich über das Engagement. „Dass so viel Interesse da ist, hat dazu geführt, dass wir gut im Gespräch mit der Stadt sind.“ Die sei daran interessiert, dass beide Standorte der Elternschule weiter betrieben werden, sagt Härtlein.

„Wir sind dran, eine für alle gute Lösung zu finden“, sagt Michael Maurer, Sachgebietsleiter bei der Stadt, die die Vorkindergarten- und Kindergruppen der Elternschule immerhin mit 70 000 Euro im Jahr bezuschusst.

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