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Diamantene Hochzeit feiern Eckhard und Hildegard Oestreich. Stadtrat Franz Höfelsauer gratulierte. 

Fürstenfeldbruck

Diamantene Hochzeit: Die Liebe zog jedes Mal mit um

Vor 60 Jahren heiratete Eckhard Oestreich seine Hildegard. Zuerst standesamtlich in Landsberg und kurz darauf kirchlich im 400 Kilometer entfernten Mainz. Jetzt feierten die beiden ihre Diamantene Hochzeit in Fürstenfeldbruck.

Fürstenfeldbruck  Eckhard Oestreich ist in Pommern geboren und zog im Kindesalter mit seinen Eltern nach Mainz. Hildegard Oestreich stammt aus Landsberg. Dort lernten sich die beiden 1959 kennen. Eckhard Oestreich war abends mit einem Freund in einer Gastwirtschaft unterwegs. Der damals 22-Jährige war im benachbarten Penzing bei der Bundeswehr einer der ersten 75 Soldaten des neuen Fliegerhorsts.

Vor 60 Jahren gaben sich die beiden das Ja-Wort.

Nach der Hochzeit wohnte das frisch vermählte Ehepaar zuerst mit Hildegards Eltern zusammen im Landsberger Haus. 1961 kam Tochter Brunhild auf die Welt. Aufgrund der Dienststelle beim Bund musste die Familie oft umziehen, schon ein Jahr später nach Leipheim. Dort erblickte 1963 Sohn Norbert das Licht der Welt. Dann ging es weiter in das rheinland-pfälzische Germersheim und ein paar Jahre später nach Bonn. Ob das Umziehen nicht anstrengend war? „Ach, daran hat man sich schnell gewöhnt“, meint die 80-jährige Hildegard. „Ich habe ja gewusst, wen ich heirate.“ 1971 wurde der jüngste Spross Dirk geboren. 1973 zog die Familie nach Fürstenfeldbruck. Hier arbeitete Eckhard Oestreich bis zu seiner Pensionierung als Luftwaffenoffizier im Fliegerhorst.

Ihren Urlaub verbrachten die Oestreichs 22 Jahre lang in Wemding auf einen Campingplatz. Auch an die Ost- und Nordsee ging es einige Male. „Es freut mich, dass die Familie dabei immer mitgespielt hat“, erzählt der 82-jährige Eckhard. Auch an Urlaube in Spanien, im Haus von Freunden, erinnern sich die Oestreichs gerne. „Da haben wir herrliche Zeiten verbracht“, schwärmt Eckhard.

Sechs Jahrzehnte Eheleben schweißen zusammen. „Manchmal weiß ich genau, welchen Satz er sagen will“, sagt Hildegard Oestreich. „Sie will damit sagen, dass ich mich wiederhole“, scherzt ihr Mann. Gesundheitlich gab es in den letzten Jahren viele Höhen und Tiefen. Doch auch das haben die vierfachen Großeltern erfolgreich gemeistert.

Das Rezept einer langen Ehe? „Vertrauen ist wichtig“, meint die 80-Jährige. Ehemann Eckhard ergänzt: „Man muss die Liebe, das Rote, festhalten. Und sich auch mal an Kleinigkeiten freuen.“ Mit Blick auf seine Frau fügt er hinterher: „Hinsichtlich des in guten wie in schlechten Tagen hat sich herausgestellt, dass es die richtige Wahl war.“ LISA FISCHER

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