Zum Badevergnügen in der einstigen Kiesgrube gehörte bis 2019 eine schwimmende Insel. 2021 kehrt sie zurück.
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Zum Badevergnügen in der einstigen Kiesgrube gehörte bis 2019 eine schwimmende Insel. 2021 kehrt sie zurück.

Dank Sicherheitskonzept

Die Badeinsel darf zurück ins Pucher Meer

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Für das Pucher Meer wird ein Sicherheitskonzept erstellt. Schilder sollen künftig auf die Gefahrenstellen hinweisen. Und aus der Satzung wird eine Hausordnung. Der Vorteil: So kann im nächsten Jahr auch die Badeinsel wieder ins Wasser.

Fürstenfeldbruck – Der Aufschrei war groß, als im Juni 2019 die Badeinsel am Pucher Meer – wie an vielen anderen Badeseen auch – abgebaut wurde. Doch nach einem Bundesgerichtsurteil muss die Kommune nachweisen, dass sie an Badeunfällen keine Schuld trägt. Und dieses Haftungsrisiko war auch der Stadt Fürstenfeldbruck zu groß. Folglich verschwand die Badeinsel aus dem beliebten See – zur Enttäuschung vieler Badegäste.

Diese Geschichte hat man im Rathaus zum Anlass genommen, das gesamte Pucher Meer in Puncto Sicherheit untersuchen zu lassen. Eine beauftragte Rechtsanwaltskanzlei hat ein Konzept für Standorte erarbeitet, an denen man auf Gefahrenstellen hinweisen müsste. „Ich glaube, es ist umsetzbar“, meinte OB Erich Raff im Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport. Dieser gab der Kanzlei den Auftrag, das genaue Beschilderungskonzept auszuarbeiten. „Unser Ziel ist, mit Beginn der Badesaison die Badeinseln wieder einzusetzen“, sagte Raff.

Ein altes Betonfundament

Bei der Betrachtung des Pucher Meeres wurden mehrere Gefahrenstellen entdeckt, wie Georg Huber, Leiter des Sachgebiets Immobilienmanagement im Rathaus, auf Nachfrage erklärt. So gibt es im See zwischen der Wasserwacht und dem FKK-Bereich ein altes Betonfundament, das nicht gekennzeichnet ist. Bisher sei nichts passiert, so Huber. Aber künftig wird ein Schild darauf hinweisen. Gleiches gilt für die Stelle, an der es am Ende des flachen Bereiches plötzlich tief wird.

Auch am Steg zur Wasserwacht wird es ein Schild geben, das die Besucher darauf hinweist, dass er von Unbefugten nicht betreten werden darf. Für die Grillplätze und die Bootsanlegestelle werden ebenfalls Hinweise erarbeitet – genauso wie für die Badeinsel. „Am Eingang werden große Tafeln stehen, auf denen alles noch einmal beschrieben wird“, erklärt Huber.

Hausordnung statt Satzung

Um das Haftungsproblem – ausschlaggebend für den Abbau der Badeinseln – zu lösen, soll der Stadtrat die Satzung für die Benutzung des Pucher Meeres diesen Dienstag aufheben. Stattdessen wird eine Hausordnung erlassen.

„Bei einer Satzung besitzt die Behörde eine höhere Haftung“, erklärt Thomas Brodschelm, Leiter des Sachgebiets für öffentliche Sicherheit und Ordnung. Bei einer Hausordnung sei diese niedriger. Zudem erhält die Stadt dann das Hausrecht. „Für den Bürger ändert sich aber nichts“, verspricht Brodschelm. Denn die Hausordnung soll sich an der bisherigen Satzung orientieren. Der Ausschuss stimmte dem geschlossen zu.

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