Von links: Sabine Baumgartner, Sonja Pleil, Ursula Trnka, Peter Neumann, (vorne v.l.) Lena und Lilli Baumgartner, Sophie Trnka und Achim Huber.
+
Sie kümmern sich darum, dass bei den Auftritten der Perchten alles reibungslos abläuft (hinten v.l.) Sabine Baumgartner, Sonja Pleil, Ursula Trnka, Peter Neumann, (vorne v.l.) Lena und Lilli Baumgartner, Sophie Trnka und Achim Huber.

Serie „Die Rauhnächte und ihre Bräuche“

Diese guten Geister helfen den Perchten bei der Dämonenjagd

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
    schließen

Die Brucker Perchten stellen bei ihren Auftritten die Jagd auf Dämonen und böse Geister dar. Dafür brauchen sie gute Geister – Helfer, die dafür sorgen, dass alles reibungslos abläuft.

Fürstenfeldbruck – Schon vor Beginn der Saison stehen neben den Maskenträgern auch die Helfer bereit. Während die Perchten die Auftritte proben, prägen sich die Helfer alle Details ein. Sie sind meist auch die ersten am Veranstaltungsort und kümmern sich um die Vorbereitungen. „Dazu gehören der Kontakt zum Veranstalter und zum Beispiel zu Ordnern oder der Freiwilligen Feuerwehr“, erzählt Peter Neumann, einer der zehn guten Geister.

Selbst wenn der Ort des Auftritts schon aus den Vorjahren bekannt ist, so ist dessen Begutachtung eine Pflichtaufgabe. „Dazu zählt auch der Weg, den die Maskenträger später zurückzulegen haben. Dabei räumen wir potenzielle Gefahrenstellen aus dem Weg oder errichten temporäre Absperrungen, zum Schutz der Zuschauer und Perchten gleichermaßen“, beschreibt Neumann. „Ist die Sicherheit gewährleistet, kümmern wir uns um die nötige Infrastruktur, das heißt, es werden Fackelständer aufgestellt, die Tonanlage installiert und Wasser bereitgestellt zum späteren Ablöschen der Fackeln.“

Dann kann es losgehen. Die Helfer geleiten die Darsteller zum Auftrittsort, denn durch die Masken sieht man nicht mehr viel. Als Augen und Ohren der Perchten achten die guten Geister nun ganz besonders auf die Sicherheit, also etwa auf ausreichend Abstand zu den Zuschauern und zum offenen Feuer. Gleichzeitig nehmen sie eine Vielzahl von Details wahr, die später zur Sprache kommen werden – seien es Reaktionen von Zuschauern oder Vorschläge für Korrekturen an den Abläufen. Auf diese Weise können die Auftritte stetig weiterentwickelt werden. „Wichtig ist, dass man als Helfer ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative hat“, fasst Peter Neumann die Aufgabe zusammen. „Ich bin stolz auf die Rolle, die wir im Verein spielen.“ Obwohl die Helfer nicht im Rampenlicht stehen – ohne sie läuft beim Perchtenlauf gar nichts.

Die Serie

Die Perchten sind nicht nur auf Christkindlmärkten unterwegs, sondern sie treten auch in den Rauhnächten vom 21. Dezember bis zum 6. Januar auf. Die Serie widmet sich Bräuchen, Rollen und Masken rund um diese besondere Zeit des Jahreswechsels. Die „Brucker Perchten & Rauhnachtsgsindl“ stellen Bräuche und Masken vor. Dazu erzählen Mitglieder, warum sie gerne in die Rollen schlüpfen.

Weitere Nachrichten aus Fürstenfeldbruck lesen Sie bei uns.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare