Suppe für ein gemeinsames Essen mit der Nachbarin: 25 Portionen geben die Helfer der Mittagsküche (v.l.) Carolina Hietzke, Ursula Diewald von der Gemeinde-Caritas, Susanne Rodem und Dagmar Holmer vor St. Bernhard aus.
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Suppe für ein gemeinsames Essen mit der Nachbarin: 25 Portionen geben die Helfer der Mittagsküche (v.l.) Carolina Hietzke, Ursula Diewald von der Gemeinde-Caritas, Susanne Rodem und Dagmar Holmer vor St. Bernhard aus.

St. Magdalena

Mittagsküche wird ausgeweitet: Diese Suppe wärmt Magen und Seele

  • vonHans Kürzl
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Das Mittagessen-Projekt von Pfarrverband und Caritas wird erweitert. Inzwischen werden bedürftige Menschen nicht nur vor der Kirche St. Magdalena mit einer kostenfreien Suppe versorgt. Auch vor St. Bernhard geben Ehrenamtliche Essen aus. Und die Lebensmittel-Retter ergänzen das Angebot.

Fürstenfeldbruck – Im vergangenen Herbst wurde das Projekt „Mittagsküche vor der Kirche“ ins Leben gerufen. Weil sie vor St. Magdalena so gut angenommen wurde, gibt es nun auch im Brucker Westen einen Stand. Dass Bedarf besteht, zeigte sich bereits bei der ersten Essensausgabe vor St. Bernhard.

„Ich hole für die Nachbarin und für mich“, erzählt eine Passantin. Sie freut sich über die warme Suppe – nicht nur weil sie an einem Tag nicht kochen muss. „Wir können so auch mal eine Stunde zusammensitzen und ein wenig ratschen.“ Sie kenne das mit dem Mittagessen bereits von St. Magdalena, erzählt die Bruckerin. Aber nach St. Bernhard habe sie es näher.

Das sei einer der Gründe für den zweiten Standort gewesen, erklärt Ursula Diewald, zuständige Referentin bei der der Gemeinde-Caritas. „Wir haben den zusätzlichen Bedarf gespürt.“ Außerdem sei so der Weg für die Menschen im Brucker Westen nicht mehr so weit.

Insgesamt werden 50 Portionen warme Suppe ausgegeben – je 25 an beiden Kirchen. Zubereitet hat sie das Team des Beschäftigungsprojekts Hofcafé im Brucker Fenster. Am ersten Tag in St. Bernhard reicht die Menge auch gut aus. Wenn der Bedarf tatsächlich wesentlich größer werden solle, könne man sich eine Kooperation mit einem hiesigen Gastronomen durchaus vorstellen, so Diewald.

Einen Ausweis braucht es nicht, um sich die Portion warme Suppe abzuholen. „Bedürftigkeit ist so vielfältig und nicht nur finanziell bedingt“, sagt Diewald. Auch wer einsam ist, falle darunter. Deshalb werde man das Projekt so lange wie nur möglich fortführen – auch über die Pandemie hinaus. Spenden, die man vor Ort erhalte, werden auch nur für diese Aktion verwendet. Eine Anschubfinanzierung für das Projekt gab es Ende Oktober zudem von der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung.

Seit November beteiligen sich auch die „Lebensmittel-Retter Landkreis Fürstenfeldbruck“ an der Aktion. Sie verteilen Lebensmittel, die am gleichen Tag in den Geschäften aus dem Verkauf genommen werden. „Wir holen bei den Läden tagesaktuell ab“, erklärt Lebensmittel-Retterin Martina Klotz. Es bestehe eine gute Zusammenarbeit.

Die belegten Semmeln, das Obst und Gemüse würde gut ankommen. „Vom Studenten bis zu den Senioren ist jede Altersgruppe vertreten“, erzählt Klotz. Für die Kunden ist die Ausgabe der Lebensmittel auch eine gute Gelegenheit, aus der Isolation rauszukommen und ein paar Worte mit einem Menschen zu wechseln. „Dafür nehmen wir uns dann Zeit“, sagt Klotz. Die Menschen seien für solche Kleinigkeiten sehr dankbar.

Die Mittagsküche

inklusive Stand der Lebensmittel-Retter wird freitags von 11.30 bis 12 Uhr vor den Kirchen St. Bernhard und St. Magdalena angeboten. Die Hygiene- und Corona-Regeln sind einzuhalten.

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