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Fürstenfeldbruck

Digitaler Wegweiser rund ums Thema Asyl

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Sprachkurse, Arbeitssuche, Asylverfahren, Zuschüsse für Kinderbetreuung – die Anlaufstellen für Asylbewerber im Landkreis Fürstenfeldbruck sind ebenso vielfältig wie die Probleme, vor denen geflüchtete Menschen stehen.

Fürstenfeldbruck –  Doch nun gibt es einen Wegweiser im Internet, der nicht nur Flüchtlingen, sondern allen Beteiligten helfen soll.

Am 1. April 2017 hat sich das seinerzeit gegründete und vom Bund finanzierte, bayernweit einzigartige Koordinierungscenter für Flüchtlingsfragen im Brucker Landkreis ein großes Ziel auf die Fahnen geschrieben: gleiche Rahmenbedingungen und damit eine gleichwertige, qualifizierte Beratung für alle Geflüchtete. „So entstand die Idee zu einem digitalen Wegweiser“, sagte Petra Pauli, Beauftragte für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, vom Jobcenter bei der Präsentation des Wegweisers Integration.

Wo bekomme ich Rechtsberatung bei einem abgelehnten Asylantrag? Wer zahlt mir Zuschüsse für einen Kindergartenplatz? Wie kann ich meine ausländische Berufsqualifikation anerkennen lassen? Aber auch: Wo bekomme ich als Arbeitgeber einen Eingliederungszuschuss, wenn ich einen Flüchtling anstelle?

Die Antworten auf all diese Fragen findet man nicht zentral bei einer Anlaufstelle. Die Zuständigkeiten sind aber ein wahres Dickicht. „Der Wegweiser bringt Licht ins Dunkel der zahlreichen Anlaufstellen“, sagt Michael Schwankweiler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.

Erarbeitet wurde die Internetplattform in insgesamt 18 monatlichen Sitzungen, zu denen 14 ständige Mitglieder des Koordinierungscenters zusammenkamen – darunter das Landesnetzwerk MigraNet, verschiedene Asylhelferkreise, die Caritas und IHK sowie Handwerkskammer. Zu satten elf Bereichen haben die Beteiligten Beratungsstellen zusammengetragen: Asylverfahren, Lebensorganisation, Gesundheit, Familie, soziale Integration, Sprache, allgemeine Bildung, berufliche Bildung, Qualifikationsfeststellung, Arbeitsmarktintegration und Arbeit.

Alle Punkte sind weiter untergliedert und führen zahlreiche Organisationen, Vereine und Behörden auf, die in den jeweiligen Fragen zuständig sind. „Wir haben versucht, alle Aspekte zu berücksichtigen“, sagt Tatjana Auer, Integrationsbeauftragte des Jobcenters und ebenfalls im Koordinierungscenter. Der Wegweiser sei aber „lebendig und entwicklungsfähig“. Tipps zu weiteren Anlaufstellen würden gerne entgegen genommen, der Wegweiser werde beständig weiter gepflegt. ergänzt Pauli.

Schon jetzt findet Landrat Thomas Karmasin, der Schirmherr des Koordinierungscenters, den Wegweiser sehr gelungen: „Es ist einmalig, dass alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer für Asylfragen in einem Landkreis vernetzt werden.“ 

Der Wegweiser

Integration kann über die Homepage des Jobcenters unter www.jobcenter-ffb.de aufgerufen werden. Links finden sich am Fuß der Homepage sowie im Untermenü mit dem Namen „Flucht und Integration“.

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