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Ein Autokino

Scala to drive

Ein Autokino auf dem Volksfestplatz - eine gute Idee?

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Sämtliche Heimwerkerarbeiten sind erledigt, alle Spazierwege x-mal abgelaufen und auch auf dem Balkon wird es langsam öde. Um wieder ein wenig Abwechslung in die Freizeitgestaltung der Brucker zu bringen, hat Kino-Geschäftsführer Markus Schmölz eine Idee: ein Autokino auf dem Volksfestplatz.

Fürstenfeldbruck –  „Zunächst einmal ist es wirklich nur eine Idee“, sagt der Scala-Geschäftsführer. Und wenn er so darüber spricht, fallen ihm jede Menge Probleme und Hindernisse ein, die erst einmal aus dem Weg geräumt werden müssten. „Wahnsinnig viel Umsatz“ würde man mit einem Autokino aufgrund des immensen technischen und logistischen Aufwands auch nicht machen. „Aber es wäre ein Weg, um im Gespräch zu bleiben und den Bruckern eine sichere Freizeitbeschäftigung anzubieten.“

Zumindest von der Größe her sei der Volksfestplatz für das Vorhaben geeignet. „Er ist riesengroß und gut befahrbar.“ 300 bis 400 Autos hätten mit gebührendem Abstand zueinander sicher auf der Fläche Platz, schätzt Schmölz. Und was das Infektionsrisiko angeht: „Nirgendwo ist man doch so geschützt wie im eigenen Auto.“ Der Ticketverkauf könne online stattfinden, erklärt der Geschäftsführer des Scala. Das Autokino könnte als „sechster Saal“ auf dessen Website erscheinen.

Eine Herausforderung wäre es allerdings, die Ankunft und Abfahrt der Besucher so zu organisieren, dass es nicht zu Verkehrsstaus kommt und die Anwohner nicht von spätabendlichem Lärm gestört würden, wenn sich nach Ende der Vorstellung alle gleichzeitig auf den Heimweg machen. Denn der Spielbetrieb könnte erst mit Einbruch der Dunkelheit beginnen und würde entsprechend spät enden.

Markus Schmölz bei der Erweiterung des Kinos im Jahr 2016.

Auf eine erste Anfrage bei der Stadt bekam Schmölz keine Antwort. Nun aber sei die Idee noch einmal von zwei Bürgern an ihn herangetragen worden, die bereits Kontakt zur Verwaltung aufgenommen hätten. Bis jetzt gebe es „noch keine Signale“, wie die Stadt sich zum Autokino stellen würde, sagt Schmölz. „Wir müssen schauen, ob wir ein Konzept gewährleisten können, mit dem die Stadt kein Problem hat.“ Das Projekt nur mit der Begründung abzulehnen, dass es sich um eine Veranstaltung handele und damit zur Zeit nicht erlaubt sei, geht in seinen Augen nicht.

Andernorts gibt es ähnliche Bestrebungen. In München möchte eine Eventagentur ein temporäres Autokino auf der Theresienwiese errichten. In Aschheim kämpft ein bereits bestehendes Autokino darum, wieder öffnen zu dürfen – wie in anderen Bundesländern auch. Im Internet läuft inzwischen die Petition „Autokinos auch in Bayern erlauben“. Zuletzt hatten dort knapp 1000 Menschen unterschrieben.

Die Petition

„Autokinos in Bayern“ findet man auf der Website www.change.org

Hinweis der Redaktion: In der Printausgabe vom Mittwoch wurden in Wort und Bild der Gastronom (Mahavi) Hans Schmölz und der Geschäftsführer des Scala, Markus Schmölz, verwechselt, sodass fälschlicherweise der Eindruck entstehen musste, der Mahavi-Gastronom Hans Schmölz plane das Autokino. Auch die Angabe des Autors des Beitrags war nicht korrekt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Auch interessant: Das Geheimnis des Feuerteufels - ein Brucker Regio-Krimi

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