Das Klinikum in Fürstenfeldbruck.
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Das Klinikum in Fürstenfeldbruck.

Pandemie

„Nichts mehr wie vorher“: Kreisklinik zieht Bilanz nach einem Jahr Corona

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Vor einem knappen Jahr, am 14. März 2020, wurde in der Kreisklinik in Fürstenfeldbruck der erste Covid-19-Patient aufgenommen – eigentlich aufgrund einer Platzwunde. Seitdem ist nichts mehr wie vorher. Der März 2020 ist eine Zäsur für das Krankenhaus.

Fürstenfeldbruck - Nahezu alle Abläufe in dem riesigen Klinik-Komplex mussten an die Pandemie angepasst werden, wie es in einem Bericht des Krankenhauses heißt: Patienten mit Covid-19 oder dem Verdacht darauf werden von Patienten, die für geplante Behandlungen kommen, räumlich getrennt versorgt. Immer noch gilt ein behördlich angeordnetes Besuchsverbot. Ausnahmen gibt es nur wenige – etwa für Geburten oder Sterbebegleitung.

Seit Mitte März 2020 hat die Klinik insgesamt 307 Menschen mit Covid-19 behandelt. Der jüngste war 21 Jahre alt, der älteste 100. Im Durchschnitt blieben die Patienten 11,4 Tage im Krankenhaus. Auf der Intensivstation mussten 56 Patienten versorgt werden – 20 davon in der „ersten Welle“ zwischen März und Juli 2020. Sie waren im Schnitt 68 Jahre alt. Ihre Behandlung dort dauerte durchschnittlich 10,6 Tage. Insgesamt sind in der Klinik 39 Verstorbene zu beklagen. Der älteste war 100 Jahre, der jüngste 57. Im Durchschnitt sind die Verstorbenen 80,8 Jahre.

Wöchentliche Tests

Mehr als 80 Prozent der impfberechtigten Mitarbeiter sind bereits im Januar geimpft worden. Außerdem führt das Klinikum ein Mal pro Woche freiwillige Reihentestungen bei den Mitarbeitern durch.

Das Besuchsverbot, das im November erlassen wurde, gilt vorerst weiter. „Wann Lockerungen möglich sind, wird sich erst in den kommenden Wochen entscheiden“, heißt es in einer Mitteilung der Klinik.

Seit vergangener Woche ist wieder ein Stück Normalität im Brucker Krankenhaus eingekehrt. Wie das Klinikum mitteilt, können geplante Operationen und auch alle Arten der stationären und ambulanten Vorsorgeuntersuchungen wieder durchgeführt werden. „Um diese sicher zu gestalten, muss ein aktueller negativer PCR-Test vorliegen“, so die Klinik. tog

Auch interessant: Der Ticker zur Corona-Krise im Landkreis FFB.

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