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Die Teilnehmer des Jugendcamps von Rotarty International haben zum Abschlussfest auf dem Wolfgangshof ihre Fahnen und die Wimpel des entsendenden Rotary-Clubs mitgebracht.

Rotary-Club Fürstenfeldbruck

Ein Jugendcamp für die Völkerverständigung

Freundschaften unter Jugendlichen zu schließen, die auch aus Ländern kommen, deren Politiker nicht mehr miteinander reden: Das ist eine der Grundideen des internationalen Jugendcamps, das der Rotary-Club Fürstenfeldbruck alle vier Jahre veranstaltet. 

Fürstenfeldbruck – Mit einer großen, mitunter auch tränenreichen Abschieds-Party auf dem Olchinger Wolfgangshof fand das diesjährige Camp bei Lagerfeuer-Romantik nach 14 intensiven Tagen sein Ende. Viele Bewerbungen waren beim Jugendbeauftragten des Rotary-Clubs, Axel Niemeyer, auf die weltweite Ausschreibung eingegangen. 20 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren aus zehn Ländern durften – zum Teil erstmals in ihrem Leben – auf große Reise gehen und in rotarischen Gastfamilien Quartier beziehen.

Chi-En aus der taiwanesischen Stadt Kaohsiung und Pedro aus Mexiko hatten die längste Anreise hinter sich, als sie bei der Welcome-Party auf ihre neuen Freunde trafen. „Keiner sprach Deutsch – Englisch alle“, stellte der Brucker Rotary-Präsident Christian Frühwald fest. „Es ist großartig zu sehen, wie schnell junge Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern in einer neuen Umgebung zueinanderfinden – auch mit Hilfe ihrer Smartphones“, beobachtete der Camp-Organisator Axel Niemeyer. Chi-En durfte sich das ihres Vaters ausleihen und hatte es immer um den Hals baumeln, wenn es galt, mal schnell ein ganz wichtiges Wort von „unlesbaren“ chinesischen Schriftzeichen in lesbares Englisch zu übersetzen.

Besuch im  Graf-Rasso-Gymnasium Fürstenfeldbruck

Beim Besuch der 10. Klassen des Brucker Graf-Rasso-Gymnasiums ergab sich auch ein Austausch mit bayerischen Jugendlichen. Die moderne Unterrichtsgestaltung, die großzügigen Außenanlagen und die von Englisch-Lehrern moderierten Diskussionsrunden begeisterten die jungen Leute. Auch über „Fridays for Future“ wurde geredet – Klimafragen sind in den meisten anderen Ländern auch ein wichtiges Thema unter Schülern. Im Vordergrund stand das Motto „Bayern entdecken und genießen“. Deswegen waren touristische Ziele wie Andechs, Neuschwanstein und mehrfach München, dort unter anderem das Verkehrsmuseum, im Programm. In Donauwörth wartete das Airbus-Hubschrauberwerk. Auch den Landkreis Fürstenfeldbruck galt es zu erleben: bei einer Schlauchbootfahrt auf der Amper, in derKlosterkirche und auf der Kletterinsel.

Nach zwei gemeinsamen Wochen war beim Abschlussfest für Einav aus Israel eines ganz sicher: „Wenn ich mit der Schule fertig bin, besuche ich Tanishka in Indien.“ Denn manche neue Freundschaften werden vielleicht ein ganzes Leben halten.

von Max-Joseph Kronenbitter

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