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Freunde und Angehörige feiern mit den Abiturienten.

Graf-Rasso-Gymnasium Fürstenfeldbruck

Ein Literatur-Lehrstück zum Ende

„Lucky Day“ und „Goodbye“: Diese beiden Lieder hatte am Graf-Rasso-Gymnasium der Oberstufenkoordinator Andreas Diederichs ausgewählt, um damit seinen Schützlingen die Ambivalenz der Abiturfeier zu verdeutlichen.

Fürstenfeldbruck – An diesem Freitag bekamen die mehr als 100 Absolventen ihre Abi-Zeugnisse überreicht: Ein Tag zum Feiern, aber auch ein wehmütiger Abschied, wie Diederichs befand.

Das literarisch angehauchte Motto des Abschlussjahrgangs „Habi Potter – Vom Stein zum Weisen“, nahmen Schulleiterin Doris Hübler und die Elternbeirats-Vorsitzende Grit Ullmann in ihren Reden auf. Hübler verglich Parallelen zwischen Harry Potters Hogwarts und dem Graf-Rasso und konnte stolz verkünden: „31 Abiturienten haben eine magische Eins vor dem Komma geschafft.“ Sowohl in den Romanen von J. K. Rowling als auch am Rasso-Gymnasium hätten die Protagonisten besondere Freunde gefunden, sagte Grit Ullmann, die den Abiturienten stellvertretend für die Elternschaft mit auf den Weg gab: „Tragt immer ein wenig Magie im Herzen.“

Ebenfalls literarisch, aber mit Rückgriff auf Immanuel Kant, baute Christian Stangl, Schulreferent des Kreistages, seine Rede auf. In einem grundsätzlichen und vielseitigen Referat über den Hintergrund von Bildung resümierte Stangl unter anderem: Bildung habe den Zweck, Fragen und eine eigene Haltung zu entwickeln, das eigene Leben als gestaltbar zu erfahren.

Der neue Oberbürgermeister Erich Raff, heuer das erste Mal in dieser Funktion anwesend, riet den Schülern nach dieser „wichtigen Zwischenetappe“ zum Beispiel auf Reisen zu gehen: Auch dort werde man immer wieder Freunde finden.

Dass für die weitere Lebensgestaltung den Abiturienten viele Wege offen stehen, konstatierte auch der Redner der Schüler, Felix Kammler. Studium, Ausbildung, FSJ oder Auslandsreise. Erfolg bedeute für ihn aber nicht, in Zukunft einen dicken BMW sein Eigen zu nennen, so Kammler. „Erfolg ist, wenn man seinen Träumen folgt.“ Fabian Dilger

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