Die blauen Kirchenfenster von St. Bernhard zeigen die Stationen des Kreuzweges. Sie waren Inspiration für die Stücke, die ab heute online zu hören sind. Stadtkapellen-Dirigent Paul Roh und seine Musiker spielten die Stücke ein.
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Die blauen Kirchenfenster von St. Bernhard zeigen die Stationen des Kreuzweges. Sie waren Inspiration für die Stücke, die ab heute online zu hören sind. Stadtkapellen-Dirigent Paul Roh und seine Musiker spielten die Stücke ein.

Fürstenfeldbruck

Ein musikalisches Ostergeschenk von der Stadtkapelle

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Pünktlich zu Ostern vertont die Stadtkapelle den Leidensweg Christi. Der musikalische Kreuzweg wird wie der Adventskalender der Musiker online zu sehen und zu hören sein und mit Bildern der Glasfenster der Kirche St. Bernhard untermalt werden

Fürstenfeldbruck – In 18 bunten Glasfenstern des Münchner Künstlers Josef Dering werden in der Kirche St. Bernhard die Stationen des Kreuzwegs von der Verurteilung bis zur Auferstehung Jesu dargestellt. Die Stadtkapelle durfte Fotos von den Glasmosaiken machen, zu denen ab Montag auf dem Youtube-Kanal der Stadtkapelle Texte der Kreuzwegstationen und Musikstücke von Bach bis Pachelbel sowie Bläserweisen und Lieder aus dem Gotteslob zu hören sein werden.

Adventskalender war erfolgreich

„Die Idee zu dem Projekt hatte unser Vorsitzender Benedikt Trouw“, berichtet Dirigent Paul Roh. Mit ausschlaggebend für die Entscheidung zur Umsetzung war der große Erfolg des musikalischen Adventskalenders. „Trouw ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir nicht auch den Kreuzweg machen wollen“, sagt Roh. Bei den Mitgliedern der Stadtkapelle stieß der Vorsitzende damit auf offene Ohren – alleine schon, um sich und seine Musiker zu beschäftigen. „Wir haben zwar Online-Proben“, berichtet Roh. „Aber ohne ein Ziel zu proben, ist auf Dauer auch nicht gut.“

Dieses Ziel setzten sich die Musiker nun zur Osterzeit und sind für die Aufnahmen sogar in verschiedene Kirchen gegangen. Unter anderem musizierten die Stadtkapellen-Mitglieder in St. Magdalena, der Leonhardikirche, der Kirche St. Vitus in Maisach und natürlich auch in St. Bernhard, wo die Fotos entstanden. Dabei lief natürlich alles streng coronakonform ab. „Maximal zwei Haushalte waren in den Kirchen“, sagt Roh. Da manche Mitglieder gemeinsam wohnen, ermöglichte das Aufnahmen mit drei bis vier Musikern.

Der musikalische Kreuzweg umfasst nicht alle 18 Fenster St. Bernhards im einzelnen. „Wir haben Stationen zusammengefasst“, sagt Roh. Das machte auch Kürzungen an den Kreuzweg-Texten nötig. Im Mittelpunkt steht dann natürlich die Musik. Es gibt ein Gottesloblied und Choräle.

Alte Passionslieder

Weiter berichtet Roh: „Wir haben alte Passionslieder aus dem Alpenland einstudiert.“ Diese werden ebenfalls kurz beschrieben. Außerdem entstand eine Online-Aufnahme von „Christ ist erstanden“. Wie schon beim Jahreskonzert haben die Musiker ihren Part jeweils alleine zuhause aufgenommen. Danach wurden die Aufnahmen zu einem Stück zusammengefasst. „So konnte sich jeder an dem Projekt beteiligen“, sagt Roh.

Zu sehen ist das Ganze ab dem heutigen Montag im Internet auf dem Youtube-Kanal der Stadtkapelle. Außerdem ist geplant, auf der Homepage und in den sozialen Medien darauf zu verlinken.

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