Eine Eismaschine im Eislaufstadion der Stadtwerke Fürstenfeldbruck. (Archivfoto)
+
Eine Eismaschine im Eislaufstadion der Stadtwerke Fürstenfeldbruck. (Archivfoto)

Trotz klammer Finanzlage

Eishalle: Stadtrat gibt 100 000 Euro für nötige Gutachten frei

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
    schließen

Trotz klammer Finanzlage will der Stadtrat an einer Eishalle festhalten. Daher hat sich die Stadt für ein Förderprogramm beworben. Für dieses müssen weitere Gutachten erstellt werden.

Fürstenfeldbruck – Daher gab der Stadtrat die nötigen 100 000 Euro frei. „Wir müssen die Unterlagen bis April vorlegen“, betonte OB Erich Raff. Sonst falle man aus dem Wettbewerb. Daher dränge die Zeit. Unter anderem wird die Machbarkeitsstudie fortgeschrieben. Dazu kommen eine schalltechnische Verträglichkeitsuntersuchung, ein Verkehrsgutachten und die Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Finanzreferent Klaus Wollenberg (FDP) bezeichnete es im Blick auf den Haushalt 2021 als völlig falschen Weg. „Wir müssen mit einem Kraftakt versuchen, unsere eigenen Einrichtungen am Leben zu halten.“ Im Kulturbereich gebe es ein Streichkonzert nach dem anderen. Es sei nicht realistisch, dass Stadt oder Stadtwerke das Projekt in den nächsten Jahren stemmen. Wollenberg kündigte sein Veto an – außer die Verwaltung übernehme die Teile, die sie leisten könne.

Sportreferent Martin Kellerer (CSU) warb dagegen um Zustimmung. „Wir haben schon einiges Geld in die Untersuchungen investiert.“ Ergebe das Gutachten, dass am bevorzugten Standort an der Schöngeisinger Straße nach 22 Uhr kein Betrieb möglich sei, brauche man nicht weiter planen.

Im Ausschuss war der Wunsch aufgekommen, den Umgriff des Standorts weiter zu fassen und auch das Areal jenseits der Amper zu untersuchen. Die Eishalle oder die Parkplätze mit Erschließung über die Fürstenfelder Straße passen auf das Grundstück, meinte Thomas Brückner (Grüne).

Christian Götz (BBV) wollte wissen, warum die Verwaltung dem Planungsbüro das Gelände der Sommerstockschützen nicht vorgeschlagen habe. Es sei für Eishalle und Parkplätze zu klein, erklärte Vize-Bürgermeister Christian Stangl. Zudem solle aus Rücksicht auf Kloster Fürstenfeld dort keine weitere Bebauung hin. Wenn man die Untersuchungen ausweite, sei man schnell bei 200 000 bis 250 000 Euro, sagte Raff. Funktioniere der Standort an der Amper nicht, nehme man den nächsten ins Visier.

Kellerer berichtete, dass die Zuschauerzahl von 1000 auf 500 reduziert wurde. „Die Halle wird kleiner und kompakter und rückt weiter von der Schöngeisinger Straße weg.“ Gegen vier Stimmen segnete der Stadtrat die 100 000 Euro für das Gutachten ab. Karin Geißler (Grüne) erhofft sich bis April auch erste Schritte des Arbeitskreises, der sich bilden und mit dem Thema Betreiber befassen will.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare