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Grünes Licht für neue Energieagentur - trotz kurzer Debatte über die Rolle der SPD

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Von: Thomas Steinhardt

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Etwa die Hälfte des erneuerbaren Stroms ging auf das Konto von Windkraftanlagen.
Der Energiewendeverein Ziel 21 soll nun in der neuen Agentur aufgehen. (Symbolfoto) © IMAGO/Jochen Tack

Der Weg für die Gründung einer Energieagentur ist frei: Die Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg und Landsberg wollen bei der Energiewende künftig zusammenarbeiten.

Landkreis - Nach langen Vorberatungen herrschte im Kreistag weitgehende Einigkeit über die Gründung der Agentur. Der Energiewendeverein Ziel 21 soll nun in der Agentur aufgehen, deren Aufgabe in erster Linie Bewusstseinsarbeit und Beratung sein soll. Ziel-21-Chef und FW-Kreisrat Gottfried Obermair erhofft sich mehr Schlagkraft bei der Energie-Beratung gerade auch für Firmen und Kommunen.

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Weil die Forderung im Raum stand, die kleineren Gruppierungen im Kreistag bei der Bildung des Aufsichtsrats paritätisch zu berücksichtigen und nicht nach dem Wahlrechts-Verfahren, kam es zu einer kurzen Debatte. Die große Mehrheit blieb aber dabei, dass der Wählerwille sich auch in den Mehrheitsverhältnissen im Aufsichtsrat widerspiegeln müsse. Bei der Energieagentur wird es zusätzlich auch einen Beirat geben, besetzt am besten mit Experten.

Kleinere Hackeleien gab es noch zur Frage, welche Rolle die SPD bei der Entscheidungsfindung gespielt hat. Sie hatte einen Antrag pro Energieagentur gestellt, während diese im Hintergrund schon in Arbeit gewesen war, wie mehrfach versichert wurde. Dann verhielt sich die SPD aber überraschenderweise ablehnend gegenüber der Agentur, um am Ende nach etlichen Diskussionen doch zuzustimmen, wenn auch mit mahnenden Worten.

SPD-Fraktionschef Christoph Maier, der das selbst jetzt aufs Tapet brachte, musste sich daher einiges anhören. Landrat Thomas Karmasin sprang Maier dann aber bei: Der Kreistag unterscheide sich leider vom Himmel, fand Karmasin. Dort nämlich freue man sich mehr über einen, der umkehrt als über 99 Gerechte, wobei Maier sich im Kreis der Gerechten auch nicht so recht wohlfühlen mochte, aber doch für die fast schon präsidial anmutende Intervention dankte.

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