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Entwicklungskonzept für die Stadt: Jetzt geht es um Brucks Zukunft

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Von: Andreas Daschner

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Das Rathaus Fürstenfeldbruck
Das Rathaus Fürstenfeldbruck. (Archivfoto) © Weber

Wie soll in Fürstenfeldbruck künftig gelebt, gewohnt und gearbeitet werden? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, erstellt die Stadt nun ein sogenanntes Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK).

Fürstenfeldbruck – Die Bürger sollen dabei ein gewichtiges Wort mitreden dürfen.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte Stadtbaurat Johannes Dachsel das ISEK als Instrument in den Raum geworfen, mit dem Brucks Entwicklung gesteuert werden könnte. Kurz darauf hat auch der Stadtrat in einer Klausur darüber gesprochen. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Im Planungs- und Bauausschuss (PBA) war man sich einig, den Prozess nun beginnen zu wollen.

Planungsgrundlagen liegen bereits reichlich vor oder werden aktuell erstellt. Zum Beispiel gibt es bereits ein ISEK für die westliche Innenstadt aus dem Jahr 2015. Oder ein Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2010. Noch in der Mache sind ein Gewerbeflächenentwicklungskonzept und die Stadtklima-Analyse. Das alles soll nun zu einem ISEK für den gesamten Stadtbereich zusammengeführt werden.

Bürger sollen eingebunden werden

Geplant ist, die Bürger in den Entstehungsprozess intensiv einzubinden. Dabei sollen auch neue Wege gegangen werden. An vorderster Front ist das Stadtlabor – eine Art Zukunftswerkstatt – zu nennen. Dieses soll in den leer stehenden Räumen des ehemaligen Schuhgeschäftes an der Pucher Straße 6a entstehen – nach dem Vorbild des Münchner Plan-Treffs, in dem die Landeshauptstadt bei Planungsfragen in den Dialog mit den Bürgern geht.

Bei Christian Götz (BBV) kam dieses Beteiligungsformat besonders gut an: „Das Stadtlabor finde ich mal so richtig cool“, sagte er. Die angedachten Räume seien gut einsichtig, würden dadurch neugierig auf die Teilnahme machen und seien für die angedachte Zukunftswerkstatt daher bestens geeignet.

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In einem Bürgerrat sollen sich zudem 20 zufällig ausgewählte Bürger ohne Vorkenntnisse mit verschiedenen Themen zur Stadtentwicklung auseinandersetzen. Unter anderem sollen die Stadtstruktur, die Landschaft, der Klimaschutz, die Grünflächen, Bildung und Kultur und Wohnen im ISEK ihren Platz finden. Andreas Lohde (CSU) sieht außerdem im Bereich Wirtschaft und Gewerbe noch Handlungsfelder. „Wir wollen uns schließlich nicht zur Schlafstadt entwickeln“, sagte er. Dachsel verwies darauf, dass auch dieses Themenfeld behandelt werden wird.

Die Nachbargemeinden

Und nicht zuletzt sollen auch die Nachbarkommunen eingebunden werden. Bis das so weit ist, wird es aber noch ein wenig dauern. Denn erst einmal muss nun ein Planungsbüro gefunden werden, das sich des ISEK annimmt und die entsprechenden Bürgerbeteiligungen konkret ausarbeitet. Ab dem dritten Quartal 2022 wird dann die Bestandsaufnahme erfolgen. Ende 2023 soll der Vorentwurf, Ende 2024 dann das endgültige ISEK vom Stadtrat verabschiedet werden. Erst 2025 beginnt die Umsetzungsphase.

Im PBA war man sich einig, dass der Startschuss nun erfolgen soll. Das letzte Wort hat jedoch der Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 22. Februar.

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