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Fürstenfeldbruck

Die Fantasywesen sind zurück im Kloster

Wenn in der Stadt plötzlich mysteriöse Fabelwesen in den ausgefallensten Kostümen auftauchen, ist mit ziemlicher Sicherheit Animuc-Zeit. Die größte Anime-Messe Süddeutschlands findet gerade im Kloster Fürstenfeld statt. Die Kreativität der Teilnehmer kennt keine Grenzen.

Fürstenfeldbruck – Der Brucker Markus Weickersdorfer ist an diesem Wochenende ein japanischer Krieger. Der 35-Jährige trägt eine schwarz-goldene Rüstung, sein Gesicht ist hinter einem Visier verborgen, in den Händen hält er ein Schwert. An seinem Kostüm hat er ein Jahr lang gearbeitet. Er ist nicht allein: Seine Samurai-Kollegen Dennis Thau (37) und Roeun Suong (37) aus Wels in Österreich begleiten ihn. Das Trio scheint einer anderen Welt entsprungen, wie es da auf der Wiese vor dem Kloster Fürstenfeld posiert. Für sie ist das nichts Neues: Bereits zum vierten Mal nehmen sie an der Animuc teil. „Es ist immer wieder schön, hier zu sein. Und die Vorfreude steigt von Tag zu Tag“, sagt Weickersdorfer.

Seit 2009 findet die Anime-Messe in Fürstenfeldbruck statt. Es ist die größte Convention für japanische Comics und Zeichentrickserien (Animes und Mangas) im süddeutschen Raum. Jahr für Jahr strömen tausende Besucher von überall her auf das Klostergelände. Zum dritten Mal dabei sind die drei Freiburgerinnen Lisa Bliestle (22), Antonia Gatti (21) und Sabrina Bach (22). Ihre Kostüme stammen aus einem amerikanischen Horror-Computerspiel. „Wir lassen uns gerne von anderen Cosplays inspirieren“, sagt Bliestle. Hinter dem Begriff Cosplay steckt, dass die Fans der Figuren aus den japanischen Comics ihre Vorbilder originalgetreu imitieren.

Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen, dürfte bei der Messe kein Problem sein. Geboten werden Show-Acts und Wettbewerbe. Man kann sogar seinen eigenen Harry-Potter-Schal stricken, Cosplay-Video- und -Fotografie erlernen sowie einen Mini- Kochkurs für die japanische Süßspeise „Mochi“ belegen.

Zum ersten Mal dabei sind die Münchnerinnen Lisa Müller (20) und Colleen Reiner (19). „Wir freuen uns sehr darauf, neue Leute kennenzulernen“, erzählt Reiner. Ihre Figur stammt aus „Sword Art Online“ und heißt Yuna. Ihre Freundin stellt Atalanta aus einer Serie namens „fate grand order“ dar. Ebenfalls zum ersten Mal zu Gast und Teil des Rahmenprogramms der Messe sind die Ehrengäste Hiko, eine Cosplayerin aus Taiwan, und die Band Loverin Tamburin aus Hiroshima in Japan. (msg)

Die Messe

im Kloster Fürstenfeld geht noch bis Sonntag, 28. April, 18 Uhr. Tickets für die Veranstaltung gibt es an der Tageskasse. Sie kosten zwischen 16 und 25 Euro.

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