Ihr Abiturzeugnis hat sich Judith Fenske auch mit ihrer Forschung verdient. Foto: Privat
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Ihr Abiturzeugnis hat sich Judith Fenske auch mit ihrer Forschung verdient.

Fürstenfeldbruck

Forscherpreis für Viscardi-Absolventin

Antibiotikaresistente Keime sind für den Menschen sehr gefährlich, weil sie schwer zu behandeln sind. Eine Brucker Abiturientin hat sich mit der Thematik beschäftigt, und wurde dafür mit dem Biozukunftspreis ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck

Im Rahmen ihrer Seminararbeit am Viscardi-Gymnasium hat Judith Fenske eine Computersimulation geschrieben, die die Entwicklung von Infektionen darstellt. Der Nutzer kann dabei verschiedene Antibiotika einsetzen, und die Stärke des Immunsystems verändern. Danach kann er dann die Wirkung auf den Bakterienstamm beobachten. Insbesondere stellt die Simulation auch die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen in den Keimen farblich dar.

Zusätzlich zu diesem Computerprogramm schrieb die 19-Jährige eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema resistente Krankheitserreger. Die ursprüngliche Inspiration für die Problematik stammte aus Erfahrungen mit sehr stark antibiotikaresistenten sogenannten „Krankenhauskeimen“, die ein Familienmitglied gemacht hatte.

Für diese Gesamtarbeit erhielt die Abiturientin nun den Biozukunftspreis der Stiftung „Natur Mensch Kultur“. Damit ist sie eine von 177 bayerischen Absolventen, die heuer diesen Preis für junge Menschen, die sich in besonderem Maße für biologische Themen engagieren, erhalten hat. Neben der Urkunde erhielt die 19-jährige Fürstenfeldbruckerin auch ein Zertifikat über 500 Quadratmeter Regenwald, die von der Stiftung in ihrem Namen gerettet wurden. Außerdem erhielt sie bei „Jugend forscht“ auf Regionalebene den zweiten Platz.

Auch nach ihrem Abitur wird die Biologie Fenske wohl weiter beschäftigen. Denn ihre Arbeit über die antibiotikaresistenten Keime hat ihr so gut gefallen, dass sie nun in Dresden molekulare Biologie und Biotechnologie studiert. „Ich fand die Arbeit so toll, dass ich auch in dieser Richtung studieren wollte,“ sagt die 19-Jährige. Und das, obwohl sie ursprünglich in der Oberstufe Biologie abgewählt hatte.  sb

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