Und wieder brennt ein Auto.

Fürstenfeldbruck: Regio-Krimi Teil 4

Das Geheimnis des Feuerteufels: Die Jagd hat begonnen

  • Thomas Steinhardt
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Viele werden sich noch daran erinnern: Vor einigen Jahren trieb ein Feuerteufel in Bruck sein Unwesen. Im zweiten Fürstenfeldbruck-Krimi führt der Autor jetzt durch seine ganz eigene Version der Ereignisse. Und verrät am Ende, warum die Autos brannten, zumindest in der Krimi-Welt. Heute: Folge 4.

Was bisher geschah: Der Brandstifter hat etliche Autos angezündet (Folge 1), ist einmal gesehen worden (Folge 2) und war zu Gast in einer Bar (Folge 3). Dabei musste er mitansehen, wie jemand einen Cocktail über den Rucksack mit seinen Grillanzündern goss, bevor er ein neues Auto in Brand stecken wollte.

Folge 4: 

Bei der Polizei erschien Stunden später der Besitzer des Minis. Normalerweise hätte er den Grillanzünder einfach vom Reifen weggewischt und sonst nichts unternommen. Weil er im Tagesblatt aber von den Autobränden gelesen habe, sei er sich jetzt nicht mehr so sicher, gab der Mann bei der Polizeiwache an. Denn es sei schon seltsam, dass ihm jemand so etwas auf einen Reifen lege.

Bei Ignatius ging sofort der Anruf der Kollegen ein. Die Brandfahnder untersuchten den Wagen und den Anzünder sofort. Letzterer hatte kurz gebrannt, war dann aber ausgegangen, schilderte einer der Ermittler.

Möglicherweise musste er feucht geworden sein, vermutete er. Die Beamten saßen in einer Runde zusammen – die Lage hatte sich damit verändert. Denn nun war im Prinzip der letzte Zweifel an der Theorie ausgeräumt, dass sie es mit einer Brandserie und einem Feuerteufel zu tun hatten. Drei komplett ausgebrannte Autos und eine versuchte Brandstiftung: Das war mehr als nur ein Strohfeuer am Baggersee. Der Täter musste geschnappt werden – zu groß war die Gefahr, dass die Serie erst ihren Anfang nahm.

Es dauerte wiederum nur einige Stunden, bis das Tagesblatt anrief. Ob es nicht etwas Neues gebe, fragte der Redakteur scheinheilig. Es sei da was gemunkelt worden. Ignatius stöhnte und erklärte dem Journalisten, was ein Grillanzünder ist. Das wusste der aber schon.

Die Fahndung beginnt

Die Kripo gründete eine Ermittlungsgruppe und bekam personelle Verstärkung aus München. Ein Fahndungsplakat wurde herausgegeben – mit einer ungefähren Täterbeschreibung und einem Phantombild, das auf den Angaben der Frau von dem Balkon beruhte und sich letztlich vor allem auf die Rastalocken bezog. Die Jagd begann.

Was ihm nicht gefällt

Am Abend las Dragomir die Online-Ausgaben der Zeitungen. Ihm war klar, dass er ab jetzt vorsichtiger sein musste. Dass sich die Fahndungen auf den Rasta-Träger konzentrierten, gefiel ihm freilich ganz außerordentlich. Nicht gefallen wollte ihm dagegen ein Satz, mit dem Kommissar Ignatius im Tagesblatt zitiert wurde.

Der Ermittler warnte in dem Bericht davor, sich zu sehr auf die Rasta-Locken zu konzentrieren. Er forderte die Bevölkerung auf, die Augen auch ansonsten offen zu halten. Die Locken seien im Moment halt der einzige Hinweis – das könne aber auch in die Irre führen. „Meist ist alles etwas anders, als es zunächst zu sein scheint“, wurde der Kommissar zitiert. Ein kluger Kopf, schmunzelte Dragomir, das könnte gefährlich werden.

Autos in den Garagen

In der Kleinstadt unterdessen veränderte sich das Straßenbild massiv. Wer eine Garage hatte, parkte seinen Wagen dort. Viele Straßen waren wie leer gefegt.

Polizisten überprüften alles und jeden. Gerade an den Abenden wurden Passanten kontrolliert. Immer wieder wurden Leute gefilzt, Taschen durchsucht. Gerade die Träger von Rasta-Locken hatten es nicht einfach in diesen Tagen. Dragomir aber hatte beschlossen, den Ball einige Tage lang flach zu halten. Er unternahm ohne Perücke einige Wanderungen, um sich fit zu halten und blieb der Stadt fern. Allerdings war sein Auftrag nicht erledigt – und die Grillanzünder in seinem Rucksack noch nicht aufgebraucht.

(Hier gehts zur Folge 5)

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