Projekt wird teurer

Getrennte Gebäude für TuS und TSV West

Erstmals gibt es eine politische Mehrheit für eine Planungsvariante zum Fürstenfeldbrucker Sportzentrum III – mit getrennten Gebäuden für TuS und TSV West.

Fürstenfeldbruck Im Sommer schien das Sportzentrum III – geplant zwischen Cerveteristraße und der B 471 im Brucker Westen – einen großen Rückschritt gemacht zu haben: Der TSV West nahm Abstand von einer gemeinsamen Lösung mit dem TuS. Die Fußballer wollten nicht, dass die Turnhalle zusammen mit ihrer Gastronomie in einem Gebäude untergebracht wird. Es wurde befürchtet, dass es zu viele Beeinträchtigungen im Vereinsleben geben würde. Als überraschenden Kompromiss schlug der TSV vor: Turnhalle und West-Gebäude sollen separat auf dem Gelände untergebracht werden. Die Vereine treten für ihr jeweiliges Vorhaben als Bauherren auf, um Fördergelder zu erhalten. Diesen Vorschlag hat auf Bitten von OB Erich Raff (CSU) ein Architekt grob ausgearbeitet.

Bis Ende 2017 könnte die Planung endgültig abgesegnet werden

Nun wurde bei einer Sondersitzung des Ausschusses für Integration, Soziales, Jugend und Sport (ISJS) klar, dass der Vorschlag wohl eine Mehrheit im Stadtrat finden wird. Vor allem die BBV geht mit dieser neuen Planung konform. Auch die kleinen Fraktionen stimmten im ISJS schon einmal zu, die Variante voranzutreiben. Anfang November soll das Konzept dann noch einmal detaillierter vorliegen, außerdem Informationen zu möglichen Zuschüssen. Bis Jahresende könnte die Planung dann endgültig abgesegnet werden.

Weiterhin nicht zustimmen will dagegen die SPD. Finanzreferent Walter Schwarz, schon seit jeher ein Gegner einer großen Planung, wetterte noch einmal gegen das „finanzielle Harakiri“: „Für dieses finanzielle Abenteuer hebe ich meine Hand nicht.“ Die Mehrkosten aufgrund der neuen Planung seien ein Geschenk, das sich die Stadt nicht leisten könne. Die Haushalte in den nächsten Jahren seien ohnehin auf Kante genäht. Schwarz befürchtet zudem, dass die Sportstätten im Fliegerhorst schon in einigen Jahren frei werden und die Stadt auch dort investieren muss. Es gebe kein schlüssiges Gesamtkonzept für die Sportstätten im Stadtgebiet, so Schwarz.

„Gesamtkonzepte führen meistens zu Stillstand“, entgegnete Markus Droth (CSU). „Dann haben wir in 20 Jahren immer noch keine Halle.“ Die Mehrkosten waren für die große Ausschussmehrheit verschmerzbar, angesichts der Tatsache, dass nun die Wünsche beider Vereine erfüllt werden, wie Willi Dräxler (BBV) sagte.

Neue Variante fürs Sportzentrum III kostet über eine Million Euro mehr

Die neue Planung besteht hauptsächlich aus der Auftrennung des ursprünglich geplanten Gebäudes. In einem kleineren Gebäude sollen jetzt die Räumlichkeiten für den TSV West und die Schützen unterkommen: Umkleidekabinen (ihre Zahl wurde auch deutlich angehoben), Vereinsgastronomie und Schießstand im Untergeschoss. Im zweiten Gebäude sind dann eine Zweifach-Turnhalle für den TuS, die Sportkegler und dazugehörige Umkleiden vorgesehen. Die drei geplanten Fußballplätze bleiben unverändert bestehen.

Aus einer ersten groben Kostenschätzung wird deutlich: Das wird teurer werden als die ursprüngliche Planung. Bei Realisierung in drei Bauabschnitten waren deren Kosten zuvor auf 8,6 Millionen Euro beziffert worden. Nun steht als Gesamtsumme 9,8 Millionen Euro im Raum. Eingerechnet ist dabei auch eine Baukostenmehrung seit den ersten Planungen. Davon bringen aber die beiden Vereine jeweils zehn Prozent auf, außerdem gibt es Zuschüsse vom Bayerischen Landessportverband (BLSV).

von Fabian Dilger

Rubriklistenbild: © Pixabay

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

So funktioniert der Brucker Wunschbaum
Damit die, die nicht so viel haben, auch ein schönes Weihnachtsfest feiern können, organisiert dieses Jahr erneut die Caritas die Aktion Wunschbaum.
So funktioniert der Brucker Wunschbaum
Auto landet im Dorfweiher
Eine 82-Jährige hat am Freitagvormittag um 11 Uhr ihren Nissan Micra aus Versehen in den Biburger Dorfweiher gesteuert. 
Auto landet im Dorfweiher
Korbinian aus Luttenwang
Bei Anna Sophie und Johannes Dittert aus Luttenwang ist die Freude groß, denn kürzlich erblickte ihr erstes Kind das Licht der Welt. Korbinian wog am Tag seiner Geburt …
Korbinian aus Luttenwang
Gräber in Emmering werden nächstes Jahr teurer
 Es war eine schwere Geburt. Doch nach mehreren Beratungen hat sich der Gemeinderat auf neue Friedhofsgebühren geeinigt. Sie gelten ab 1. Januar 2018. Dann werden die …
Gräber in Emmering werden nächstes Jahr teurer

Kommentare