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Ein Modell des Fliegerhorstes.

Fürstenfeldbruck

Gewerbe am Fliegerhorst: Gutachten kommt

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Der Konversionsausschuss hat einen weiteren kleinen Schritt für die Planungen am Fliegerhorst gemacht. Das Gremium hat jetzt die Ausarbeitung eines Gewerbeflächenentwicklungskonzepts auf den Weg gebracht.

Fürstenfeldbruck – Konversionsbeauftragte Nadja Kripgans-Noisser plädierte für einen möglichst schnellen Einstieg in die Konzept-Erarbeitung. Schließlich sollen die Ergebnisse als Grundlage in den Ideenwettbewerb für den Fliegerhorst einfließen, der noch Ende vergangenen Jahres beschlossen wurde. Ohne diese Daten können die Planer damit nicht beginnen.

Mit der Erstellung des Konzepts sollte laut Kripgans-Noisser ein externes Büro beauftragt werden. Das stieß im Konversionsausschuss zunächst auf großen Widerspruch. Klaus Wollenberg (FDP) hielt ein flammendes Plädoyer dafür, dass der erste Schritt der Konzeptausarbeitung – die Darstellung der Ausgangslage – doch von der Verwaltung und engagierten Stadträten gemacht werden könne. „Wir haben derart gut qualifizierte Kräfte, wir sollten das selbst in die Hand nehmen“, so der FDP-Mann.

Frühere Vorhaben wie am Viehmarktplatz und die Standortuntersuchung zur Eishalle hätten gezeigt, was dabei herauskomme, wenn man externen Kräfte die Beurteilung Fürstenfeldbrucker Verhältnisse überlasse, so Wollenberg. Zustimmung erhielt er dabei von Willi Dräxler (BBV): „Wir Fürstenfeldbrucker verstehen es am besten, wie wir hier ticken.“

Kripgans-Noisser hielt dagegen, dass eine externe „Draufsicht“ auf die Situation oftmals hilfreich sei. Sie hegte aber auch noch andere Zweifel: „Unsere Personalsituation wird nicht besser. Ich weiß nicht, wie wir das stemmen sollen.“

Die zunächst breite Zustimmung für Klaus Wollenbergs Vorschlag schrumpfte mit jeder weiteren Wortmeldung. Am Ende votierten die Mitglieder des Konversionsausschusses einstimmig dafür, ein externes Büro mit der Konzepterstellung für den Fliegerhorst zu beauftragen. Im Anschluss daran werden die Ergebnisse dem Stadtrat in einem großen Workshop vorgestellt. Dann können die Stadträte den Vorschlag des Büros weiter modifizieren und ihren Wünschen und Vorstellungen anpassen.

Für das Gutachten sind im Haushalt 40 000 Euro eingeplant. Insgesamt wird es um die 200 000 Euro kosten. Der Freistaat fördert bis zu 80 Prozent der Ausgaben.

Wollenbergs Vorschlag ging dennoch nicht völlig verloren. Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) hatte vorgeschlagen, ein neues Beratergremium einzurichten, das sich aus interessierten Stadträten und Beiräten zusammensetzt. Dieser Beraterkreis soll dem Planungs-Büro bei der Konzepterstellung helfen und auf besondere lokale und regionale Bedingungen hinweisen, die externen Büros oftmals gar nicht so bewusst sind. Eine feste Größe für das neue Gremium wurde nicht bestimmt.

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