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Gegen Flächenversiegelung: Zukünftig sollen Gewerbebauten in die Höhe wachsen.

Fürstenfeldbruck

Gewerbebauten sollen höher werden

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Das Interesse an Gewerbeansiedlungen ist da, doch es gibt zu wenig freie Flächen. Daher will die Stadt künftig mehr in die Höhe bauen. Vorbild könnte eine Kommune aus dem Landkreis sein.

Fürstenfeldbruck – Gewerbebauten mehrgeschossig anzulegen soll künftig ein Leitziel für die Große Kreisstadt werden. Dieser im zuständigen Planungs- und Bauausschuss einstimmig gefasste Beschluss soll zwei Probleme lösen. Er soll zum einen die Nachfrage soweit wie möglich befriedigen und zum anderen einer zu starken Versiegelung entgegenwirken. „Städtebaulich werden sich daraus sicherlich gute Möglichkeiten ergeben“, ist Antragsteller Markus Droth (Freie Wähler) überzeugt.

Das Leitziel will Andreas Rothenberger (BBV) auch für bestehende Gewerbetreibende übernehmen. „Da gibt es welche, die sich vergrößern und weiter entwickeln wollen“, sagte Rothenberger. Diese Betriebe sollte man mit einbinden. „Es muss in die Höhe gehen“, so der BBV-Stadtrat.

Die Möglichkeit, mehrgeschossig zu bauen, fand bei Gewerbeverbandschef Franz Höfelsauer (CSU) ebenfalls Zustimmung. „Der Schritt ist seit langem notwendig.“ Und das auf bestehende Betriebe auszuweiten, sei mehr als sinnvoll.

Eine Möglichkeit, die Zielvorgabe umzusetzen, sind so genannte Gewerbehöfe wie es sie in der Landeshauptstadt München schon länger gibt. Auch die Gemeinde Gröbenzell hat mit dem „Stockwerk“ bereits solch einen Gewerbehof umgesetzt. Planungsrechtlich habe der Bundesgesetzgeber diesbezüglich schon vorgearbeitet, wie Stadtbaumeister Martin Kornacher erläuterte. Es könne also höher gebaut werden, wenn es nötig und der Sinn der Aufstockung ausreichend nachgewiesen sei.

Den ersten Sachantrag zu diesem Thema hatte Droth, der in der Sitzungsvorlage übrigens noch als Mitglied der CSU-Fraktion geführt wurde, bereits im März 2017 gestellt. Knapp ein Jahr später war in der Sitzung des Kultur- und Werkausschusses unter anderem darüber diskutiert worden. Die „Industha“, eine Gewerbe-Entwicklungsgesellschaft für die Hasenheide, sollte ein Modell mit Gewerbehöfen bereits prüfen. Deren Chef Peter Lackerschmid hatte damals jedoch angegeben, dieses Ziel sei nicht durch den Gesellschaftervertrag abgedeckt.

In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses hatte Lackerschmid aber durchaus eingesehen, mehr Flächen zur Verfügung zu stellen. „Wenn der Bedarf vorhanden wäre, könnten wir 140 000 Quadratmeter an Gewerbefläche entwickeln.“

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