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Die Gewinner: Drei Gruppen sind beim Physik-Wettbewerb des Graf-Rasso-Gymnasiums besonders erfolgreich. 

Graf-Rasso-Gymnasium 

Physik-Wettbewerb: Autorennen in der Turnhalle

Gymnasiasten lassen bei einem Wettbewerb selbstgebaute Autos über den Hallenboden flitzen und lernen dabei auch noch etwas.

Fürstenfeldbruck – Physikunterricht, der in der Turnhalle stattfindet. Das klingt zunächst ungewöhnlich. Doch dazu kommt es am Graf-Rasso-Gymnasium traditionell einmal im Jahr – nämlich, wenn die Schüler der achten Klassen ihre selbst entwickelten Miniatur-Autos präsentieren.

Die Gewinner: Drei Gruppen sind beim Physik-Wettbewerb des Graf-Rasso-Gymnasiums besonders erfolgreich. 

Siegfried Dänzer möchte seine Schüler für die Physik begeistern. Um das zu erreichen, organisiert der Lehrer in Zusammenarbeit mit seinen Kollegen jedes Schuljahr eine besondere Aktion für alle Achtklässler. Im Rahmen des Physikunterrichts müssen die Jugendlichen in Heimarbeit ein Auto basteln. Dabei handelt es sich natürlich nicht um echte Pkws, sondern um Miniaturausgaben, gebaut aus Alltagsgegenständen. Hinterher kommt es in der Turnhalle vor versammelter Schülerschaft zum Endwettbewerb der besten Vehikel. „Von jeder Klasse treten die drei besten Gruppen an. Die Bande, deren Auto am weitesten fährt, wird Schulsieger“, erklärt Dänzer.

Dieser Wettstreit hat am Graf-Rasso-Gymnasium mittlerweile Tradition. Seit sechs Jahren müssen alle Achtklässler in Teams von zwei oder drei Personen kleine Fahrzeuge basteln. Denn in dieser Jahrgangsstufe geht es im Physikunterricht um die Formen der Energieübertragung. Die Aufgabe ist Teil der Physik-Gesamtnote.

Heuer sollten die Gymnasiasten ihre Rennwägen mithilfe von Verformungsenergie antreiben. „Bei allen Apparaten wurde ein Plastikstreifen - ähnlich wie ein langes, elastisches Lineal – gebogen und mit einer Schnur am Fahrzeug befestigt. Den Faden haben die Schüler an der Drehachse der Räder aufgerollt“, erklärt der Pädagoge. Da der Plastikstreifen wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehren wolle, entstehe Energie. Diese bringt die „Streifenwägen“ – wie sie passend getauft wurden – ins Rollen.

Dem Einfallsreichtum der Gymnasiasten waren keine Grenzen gesetzt. Als Untersatz wurden CDs, Schallplatten oder Pappteller verwendet. Teilweise kamen Holzlatten und Plexiglas zum Einsatz. „Für die besten Biegestreifenautos wurden besonders große Räder und lange Plastikstreifen benutzt. Dadurch kann ein größeres Drehmoment und ein großer Kraftarm erzeugt werden“, beschreibt der Mathe- und Physiklehrer das Prinzip. Er fügt hinzu: „Es wurden Strecken von bis zu 30 Metern erreicht.“

Bis zum Präsentationstermin hatten die Schüler zwei Wochen Zeit. Das Projekt musste außerhalb der Unterrichtszeit zu Hause umgesetzt werden. Dabei durften die Buben und Mädchen auch Hilfe ihrer Familien annehmen. Außerdem musste jede Gruppe ein Plakat mit einer ausführlichen Bauanleitung malen. Alle Poster wurden 14 Tage lang in der Schulaula ausgestellt.

„Die Note für die Gruppenarbeit setzt sich letztlich zusammen aus dem Auto, der erreichten Fahrweite und dem Plakat. Aber im Vordergrund steht der Spaß am Projekt. Ich will mehr Begeisterung für das Fach Physik schaffen“, betont Physiklehrer Siegfried Dänzer. Die drei besten Gruppen dürfen ihre Werke im Sommer noch einmal auf dem Schulfest präsentieren. 

Von Alexandra Müller

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